Reden

An dieser Stelle dokumentieren wir einen Auszug unsere Redebeiträge.

Rede des LAK Shalom Berlin auf der antifaschistischen Demonstration gegen den Al Quds-Marsch in Berlin am 18.08.2012

Wozu jedes Jahr einen neuen Demoaufruf, wenn sich doch die Welt seit August vergangenen Jahres nicht verändert hat? Noch immer marschieren Islamisten, noch immer gibt es den Al Quds-Tag, das iranische Regime, das Atomwaffenprogramm. Und Israel darf noch immer nicht in Frieden existieren.

Umso erfreulicher ist es, wenn ein Aufruf eine neue Forderung aufstellt, dessen Anlass in den Jahren davor gar nicht denkbar war: „Solidarität mit den emanzipatorischen Kämpfen vor Ort!“, heißt es in Bezugnahme auf die Aufstände in den arabischen Ländern – und „Nieder mit dem Regime in Syrien!“, steht im diesjährigen Aufruf gegen den Al Quds-Tag geschrieben. Reflexartig löste das bei einigen Unverständnis aus: Die Aufstände in den arabischen Ländern brächten nur Islamisten an die Macht, Israel würde gefährdet und Antisemitismus keinesfalls zurückgedrängt werden. Also warum nicht das Beste aus dem Status Quo machen – doch lieber Assad statt Al Qaida? Dieses Unverständnis für die Solidarität existiert zu Unrecht, wie wir mit unserem Redebeitrag klar machen wollen.

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Rede des LAK Shalom Berlin auf der antifaschistischen Demonstration gegen den Al Quds-Marsch in Berlin am 27.08.2011

Wenn wir hier stehen, so demonstrieren wir nicht nur gegen den antisemitischen Al Quds-Tag, sondern wir streiten zugleich dafür, dass sich die Linke von ihren antiimperialistischen Komplexen befreit und klar Stellung gegen die Ajatollahs bezieht!

Die Linkspartei im Speziellen ist hierbei kein homogener Block: So unterstützt Petra Pau zu Recht die Kampagne STOP THE BOMB.

Dies ist auch der Anspruch der heutigen Demo: Ein demokratischer Wandel in Iran und die Befriedung des Nahen und Mittleren Ostens im Interesse aller Menschen kann nur erreicht werden, wenn der Bau der Atombombe verhindert wird!

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Rede des LAK Shalom Berlin gegen den Vortrag Norman Finkelsteins im Berliner Maritim Hotel am 27.11.2010

Ich will es ganz deutlich sagen: Uns geht es nicht um die Einschränkung von Redefreiheit, sondern um das Bekämpfen von Antisemitismus!

So ist selbstverständlich eine offene und plurale Diskussion über das Auschwitz-Gedenken wünschenswert und auf hohem Niveau möglich, wie sich am Beispiel der Debatte um den Aufbau Yad Vashems – der zentralen Holocaust-Gedenkstätte in Israel – zeigt. Generell jedes Auschwitz-Gedenken zu delegitimieren, wie es Finkelstein quasi tut, ist jedoch ein Angriff auf Israel selbst, denn der jüdische Staat ist ohne den historischen Hintergrund Auschwitz nicht zu erklären!

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Rede des BAK Shalom auf der Iran-Kundgebung “Freiheit statt Islamische Republik” in Berlin am 05. August 2009

am 1. August begann der Prozess gegen hunderte Iraner_innen, denen zum Vorwurf gemacht wird, die nationale Sicherheit der islamischen Republik gefährdet zu haben. Unter ihnen sind Student_innen, Journalist_innen, Anwält_innen, sonstige Oppositionelle und ehemalige Regierungsmitglieder.

Am 12. Juli nach der Wahlfarce, ist der Iran in die tiefste Krise seit der islamischen Revolution 1979 gekommen. Laut konservativen Schätzungen sollen rund 2500 Oppositionelle in diesem Zeitraum gefangen genommen worden sein, mindestens 100 wurden während der Proteste auf den Straßen durch Polizei und Basiji-Milizen getötet.

Unsere Gedanken sind mit den hinterbliebenen Familien und Freund_innen, unsere Gedanken sind mit den Gefangenen und all jenen, die tagtäglich um ihr Befinden in den Kerkern Teherans bangen müssen.

Wenn wir daher für die Demokratisierung und Liberalisierung des Iran eintreten, treten wir zugleich gegen die Gefangennahme von Oppositionellen ein und für das Ende der Todesstrafe, die vielen von ihnen nun droht. Wir treten ein für ein Ende der Geschlechterapartheid und für die Gleichberechtigung religiöser und ethnischer Minderheiten.

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Rede des BAK Shalom am 10.10.09 in Leipzig auf der Demonstration “Still not lovin’ Germany”

Im Aufruf dieser Demonstration gab es einen Absatz zum Thema DDR-Ideologie, der vor allem den Antizionismus der DDR-Regierung kritisierte. Eine genauere Betrachtung des Themas ist sinnvoll, vor allem, da alte Ideologiefragmente aus DDR-Zeiten noch heute in Teilen der Linken weiterexistieren und gesamtgesellschaftliche Diskurse beeinflussen.
Vor allem der Antiamerikanismus diente schon zu DDR-Zeiten als Instrument, um regressive Maßnahmen durchzuführen bspw. Parteisäuberungen oder die Beschneidung individueller und kollektiver Freiheitsrechte. Eine klare Distanzierung vom Antiamerikanismus ist Grundlage für eine Neukonstituierung der Linken hierzulande, auch um eine Kapitalismuskritik im emanzipatorischen Sinne zu entwickelt.

Eine „echte, wahre Volksgemeinschaft“ versprach Wilhem Pieck schon 1942 im Exil noch bevor er erster Präsident der DDR wurde.

Der positive Bezug auf das Volk wird in der DDR-Ideologie im Gegensatz zum Kapitalismus gestellt: Von „Börsenhyänen“ ist da die Rede, von „Kuponabschneidern“, von „gerissenen Konzernschiebern“, von „Parasiten“, von „Blutsaugern“, von „Verderbern des deutschen Volkes“.

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