Über uns. (Von anderen.)

Das ist eine unvollständige Übersicht verschiedener Presseberichte über den BAK Shalom. Trotz der Dokumentation teilen wir nicht alle über uns verbreiteten Inhalte.

Gysis Schmuddelkinder – Jüdische Allgemeine am 17.07.2014

Auch wenn sie den Begriff nicht mag: Was die Linkspartei NRW anstrebt, ist nichts anderes als eine Querfront – zunächst in NRW. Und wenn dort die Massen erst mal klatschen, soll das zum Modell werden. Die Bundespartei mit Gregor Gysi, Petra Pau, Klaus Lederer oder dem BAK Shalom hat noch viel zu tun.

Solidarität ist eine Waffe – jungle World am 17.07.2014

Für den 18. Juli ruft die Ruhrgebietsabteilung des Jugendverbandes der Linkspartei Solid in Essen zu einer Demonstration unter dem Motto »Stoppt die Bombardierung Gazas – Für ein Ende der Eskalation im Nahen Osten« auf. Der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom der Linksjugend forderte in einer Pressemitteilung die Linksjugend Ruhr dazu auf, die Kundgebung abzusagen.

Angriff bei BAK-Shalom-Gründung – Jüdische Allgemeine am 16.07.2014

Mittlerweile kursieren auch Screenshots einer Facebook-Seite, auf der der öffentliche Aufruf zur Gründung eines BAK Shalom NRW zumindest zweideutig kommentiert wird. Eine Userin notierte dort: »Wir sollten die Veranstaltung ein bisschen aufmischen« und setzte dahinter einen Smiley. Eine weitere Userin schlägt ernsthaft vor, Gruppen wie »Young Struggle« oder »Rote Antifa« zu verständigen – was bei Teilen der israelsolidarischen Linken wie die Drohung mit einem Schlägertrupp wirkt.

Die Jugend heuchelt – jungle World am 10.07.2014

Die Gegner der Unterstützung des Protestbündnisses sprechen Streibl zufolge von einer »rassis­tischen Unterwanderung« des Bündnisses. Vor allem antideutsch geprägte Gruppen wie der BAK Shalom der Linksjugend werden kritisiert, aber auch das Bündnis »Stop the Bomb«, das sich gegen die atomare Bewaffnung des Iran engagiert.

Der Schwarze Kanal: Potemkinsche Linke – junge Welt am 09.11.2013

Am äußersten rechten Rand der Parteirechten hat sich Potemkin, die »Zeitschrift für kritische Linke« positioniert. Nach dem Rückzug der Party-Zionisten vom BAK Shalom aus dem Parteileben wacht die vorgebliche Panzerkreuzer-Besatzung an vorderster Front über die von Gregor Gysi zur Parteiräson erhobene deutsche Staatsräson der unbedingten Solidarität mit dem zionistischen Siedlerkolonialismus.

Orakel des Tages: Samuel Salzborn – junge Welt am 19.10.2013

Vor zwei Jahren hat sich Samuel Salzborn bundesweit in die Schlagzeilen katapultiert, indem er Die Linke in die Reihe der Judenfeinde rückte. »Antisemiten als Koalitionspartner? Die Linkspartei zwischen antizionistischem Antisemitismus und dem Streben nach Regierungsfähigkeit« hatte der Gießener Sozialwissenschaftler eine mit Sebastian Voigt, Gründungsmitglied des BAK Shalom in der Linksjugend solid, verfaßte »wissenschaftliche Expertise« (Matthias Meisner, Tagesspiegel) überschrieben und der Partei damit eine gigantische Diffamierungskampagne beschert.

Links und pro Israel – Jüdische Allgemeine am 12.09.2013

»Es gibt eine Rede von Gregor Gysi aus dem Jahr 2008, in der er klipp und klar gesagt hat, wie eine Linke zu Israel stehen muss.« Zwar gebe es Leute, mit denen man sich darüber noch auseinandersetzen müsse – auch mal grundsätzlich. Aber das sei kein Problem, sagt Valentin. Denn im BAK Shalom werden auch Argumentationshilfen für Israel und gegen Antisemitismus erarbeitet.

„Wir sind linksextrem, weil Y.O.L.O.!“ – Redaktionsblog Prager Frühling am 15.07.2013

In linken Diskursen gewann Gentrifizierung in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung. Ihr richtet euch nun gegen eine regressive Analyse dieses Phänomens, ebenso wie des Kapitalismus‘ im Allgemeinen. Letzteres erinnert stark an den 2007 gegründeten BAK Shalom, welcher sich u.a. auch gegen regressiven Antikapitalismus positioniert. Kannst du mir kurz erklären, was an Gentrifizierungsanalysen regressiv sein kann und was an eurer Kritik regressiver Kapitalismusanalyse anders ist als bisher im BAK Shalom?

LINKE-Reformer attackieren Diether Dehm – Neues Deutschland am 04.06.2013

Dehm will, dass kriminellen Großspekulanten und der Deutschen Bank das Handwerk gelegt wird. Seibert meint, in dem Plakat auch einen antisemitischen Hintergrund erkennen zu können. Er ist Mitbegründer des BAK Shalom in der Linksjugend. Dieser sieht antisemitische Tendenzen in Kampagnen gegen das »Finanzkapital«. Dabei könne der Zusammenhang zwischen Produktions- und Zirkulationssphäre zerrissen werden, was an die Trennung zwischen »raffendem« und »schaffendem« Kapital der Nazis erinnere, heißt es auf der Website des Bundesarbeitskreises.

Hetze aus dem Liebknecht-Haus – junge Welt am 25.05.2013

Dabei ist Seibert auch sonst wenig zimperlich. Die junge Welt nennt er ein »Hetz- und Drecksblatt«. Nach der vieldiskutierten »Danke«-Titelseite am 13. August 2011 hatte der Linke-Internetchef eine Boykottkampagne gegen die Zeitung befördert. Auf dem von ihm unter Mißbrauch des Parteilogos realisierten Anti-jW-Blog »Freiheit und Sozialismus« waren damals Unterschriften gefälscht worden. Auch Parolen wie »Drecksblatt, das man austrocknen muß« waren auf der Seite zu finden. Die Kampagne lief dennoch ins Leere. Auch der von Seibert mitbegründete bellizistische Bundesarbeitskreis BAK Shalom war wenig zimperlich, wenn es darum ging, Kritiker der israelischen Regierungspolitik in der Linkspartei als Antisemiten zu denunzieren.

»Kein Kibbuz in Berlin« – jungle World am 09.08.2012

Unterstützung erhalten wir aus dem Umfeld der SPD, mit den »Falken« sind wir eng verbunden. Es gab aber auch Zuspruch vom BAK Shalom der Linksjugend. Ich würde es begrüßen, wenn sich in Zukunft mehr Linke mit uns vernetzen.

In der Höhle des Löwen – jungle World am 26.04.2012

Islamophobie könne daher jeden treffen: »Ich werde selbst Opfer der Islamophobie, wenn ich so rede, wie ich rede«, klagt sie. Der Rest der Veranstaltung ist ebenso wirr und konfus. Breivik, BAK Shalom, Neocons, Neoliberale, Jungle World, Antideutsche, die English Defence League und die Bertelsmann-Stiftung – alles wird zusammenhangslos einfach in den Raum geworfen.

Kriegs-PR leckgeschlagen – junge Welt am 21.04.2012

Die Nachricht über die brisante Fracht sei »durch Überläufer im syrischen Apparat« bekannt und »die Reederei gewarnt« worden. Und schließlich kolportierte der Spiegel: »Die Route von Dschibuti nach Tartus ist nach Erkenntnissen von Nachrichtendienstlern für iranischen Waffennachschub nach Syrien bekannt.« Waffen vom »Irren in Teheran« (Bild) für den »Schlächter in Damaskus« (BAK Shalom) – in dem kleinen Stück Kriegs-PR war alles drin für großes Kino.

»Die Reaktionen sind unverschämt« – junge Welt am 07.04.2012

Wie hat Ihre Partei darauf reagiert, daß Sie sich mit Grass solidarisieren? Es gibt in ihr ja auch bedingungslose Anhänger Israels, die ähnlich faktenfrei argumentieren wie die erwähnten Medien. Stichwort: Bundesarbeitskreis »Shalom« …

»Der Shitstorm tobt« – jungle World am 05.04.2012

Wir haben in der Vergangenheit Veranstaltungen mit dem BAK Shalom gemacht, der in der Linkspartei ja vor noch größeren Problemen steht. Es gibt in der türkischen Community Ansprechpartner, die Wert auf ein gutes Verhältnis zu Israel legen. Es gibt großes Anknüpfungspotential in den Gewerkschaften, zum Beispiel im Kampf gegen die antiisraelische Boykottbewegung.

Keine Sanktionen gegen den BAK Shalom – Neues Deutschland am 04.04.2012

In der Linksjugend verschärft sich der Ton gegen den BAK Shalom. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen konnte sich am Wochenende beim Bundeskongress der Jugendorganisation der LINKEN mit einem Antrag durchsetzen, der vom proisraelischen Bundesarbeitskreis verlangt, sich von der Kampagne Stop the Bomb zu distanzieren. 92 Delegierte stimmten dafür, 57 dagegen und elf enthielten sich. Ein Zusatz, wonach der Bundessprecherrat der Linksjugend einen Auflösungsantrag gegen den BAK vorbereiten sollte, wenn dieser nicht bald seine Unterstützung zurücknimmt, fand dagegen keine Mehrheit.

Auf Distanz zu »Stop the Bomb« – junge Welt am 03.04.2012

Vom mitgliederstärksten Landesverband NRW wurde auch die Unterstützung der »Stop the Bomb«-Kampagne durch den Arbeitskreis BAK Shalom thematisiert. Die Kampagne unterstellt dem Iran den Bau einer Atombombe, fordert Sanktionen und schließt auch einen Angriffskrieg gegen den Iran nicht aus. Unter der Überschrift »Keine Teaparty mit Antisemiten und Rassisten« wurde ein Antrag mit deutlicher Mehrheit verabschiedet, der die Unterstützung der Kampagne durch Neokonservative und Rassisten kritisiert. »Stop the Bomb« wird unter anderem von Sarrazin-Befürworter Henryk M. Broder und Bundeswehr-Professor Michael Wolffsohn unterstützt. Der Bundeskongreß der Linksjugend distanzierte sich von der Kampagne und forderte den BAK Shalom auf, das ebenfalls zu tun.

Unter falscher Flagge – Zeitschrift für Politik im Frühjahr 2012

Bei aller (erwartbaren) Polemik, die auf innerparteiliche Integration zielte und auch gerade gegenüber den eigenen Parteigenossen eine förmliche Distanz gegenüber unserer Kritik verbalisieren sollte, haben Stellungnahmen und Verhalten zahlreicher Bundes- und Landtagsabgeordneter sowie Bundesfunktionäre der Partei »Die Linke« (etwa von Petra Pau, Dietmar Batsch, Bodo Ramelow, Katharina König, Stefan Liebich, Katja Kipping, Dagmar Enkelmann, HalinaWawzyniak oder Klaus Lederer) sowie des BAK Shalom gezeigt, dass sie unserer Kritik der Sache nach (weitgehend) zustimmen – mehrheitsfähig sind sie, das zeigen die Beschlüsse, die wir in unserem Aufsatz zitiert haben, damit noch lange nicht.

Feindunterstützer des Tages: RLS – junge Welt am 28.03.2012

Dafür, daß die RLS ungeachtet kontinuierlicher Hetze der »Antideutschen« auch weiterhin Freunde der israelischen Kriegs- und Besatzungspolitik wie Thomas van der Osten-Sacken, Stephan Grigat und Sebastian Voigt fördert, dürfte der »Arbeitskreis Antisemitismus« sorgen. In dem haben sich die nicht wenigen »antideutschen« Kulturkrieger und Kriegshetzer der RLS-Stipendiatenschaft zusammengeschlossen. Voigt wird übrigens am 13. April auf Einladung des »AK Antisemitismus« beim Studienwerk der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Berlin-Ablegers des BAK Shalom der Linksjugend Solid seine verschwörungstheoretischen Floskeln propagieren. Dann zum Thema »Zur Kritik des regressiven Antikapitalismus«.

Fehlbesetzung - junge Welt am 25.02.2012

Von Beate Klarsfeld aber weiß man, daß sie zu den Erstunterzeichnern des kriegshetzerischen Aufrufs »Stop the bomb!« gehört, in dem Iran unterstellt wird, eine Atombombe zur »Vernichtung der Juden« zu entwickeln. Damit befindet sie sich in der wenig ehrenwerten Gesellschaft des Bundesarbeitskreises Shalom in der Linkspartei sowie aggressiver Zionismusapologeten wie Henryk M. Broder und Sascha Stasky vom Internetportal Honestly Concerned. Das wirtschaftliche Engagement der österreichischen Ölgesellschaft OMV im Iran bezeichnete Klarsfeld auf einer »Stop the bomb«-Versammlung in Wien als Unterstützung für die »Judenmörder von heute und morgen«. Auf der gleichen Veranstaltung hatte der israelische Historiker Benny Morris unwidersprochen einen atomaren Angriff auf den Iran gefordert.

Damaskuserlebnis für Antiimperialisten - jungle World am 23.02.2012

Die Interessen von Ramsauer und Siemens treffen sich dabei originellerweise mit den Forderungen der linken Friedensbewegung in Deutschland. In einem Aufruf forderten etwa 3 000 Unterzeichner: »Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!« In dem abstrusen Text wird der Aufstand gegen Assad als amerikanisch-israelische Verschwörung dargestellt und gegen jede Realität behauptet, die Nato plane eine militärische Intervention. Auch einige namhafte Bundestagsabgeordnete der Partei »Die Linke« hatten diesen verschwörungstheoretischen Aufruf unterschrieben, was wiederum den BAK Shalom der Partei veranlasste, mit einem Papier zu reagieren: »Gegen linke Solidarität mit den Schlächtern von Syrien und Iran!«

Bizarre Debatten - analyse & kritik am 17.02.2012

Kaum war der Aufruf veröffentlicht, da meldete sich der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom der Linksjugend Solid mit dem Gegenaufruf »Gegen linke Solidarität mit den Schlächtern von Syrien und Iran!« Der BAK Shalom »fordert alle UnterzeichnerInnen aus der Linkspartei auf, ihre Unterschrift sofort zurückzuziehen. Die Souveränität Syriens und Irans liegt nicht bei den Regimen von Assad und den Ayatollahs, sondern bei den Menschen. Sie sind es, die ihre Rechte einfordern. Entgegen der Einschätzung des Appells sind es nicht die NATO, die USA oder Israel, die einen Bürgerkrieg in Syrien anfachen, sondern das syrische und iranische Regime, die auf diese Weise mit aller Brutalität versuchen, einen Keil zwischen die Aufständischen zu treiben. Beide Regime gehen dabei mit unglaublicher Brutalität gegen die eigene Zivilbevölkerung vor … Die LINKE muss Schluss machen mit ihrem Antiamerikanismus! Es ist das gleiche Ressentiment, das auch Assad und die Ayatollahs nutzen, um ihre Herrschaft nach innen auf Kosten aller Freiheitsliebenden abzusichern. Mit plumpem Hass auf Amerika und Israel versuchen die Regime vom Terror gegen die eigene Bevölkerung abzulenken.«

Gegendarstellung: Vielfältige Allianzen - junge Welt am 11.02.2012

Das besagt, daß es um mehr geht als um Parteinahme für einen Kollegen. Es geht um eine Politik, bei der jW offenbar stört. Darauf deutet auch hin, daß sich in diesem Fall eine äußerst vielfältige Allianz gegen diese Zeitung zusammengefunden hat, die bis zu Bellizisten auf Linkspartei-Ticket wie BAK Shalom reicht.

Den Schlächtern dienen - junge Welt am 30.01.2012

Das gemeinsame Sperrfeuer der bürgerlichen Medien, des BAK »Shalom« und einiger sozialdemokratischer Linke-Funktionäre gegen die sechs ist die konsequente Folge unterschiedlicher Interessen. Die einen kämpfen mit dem Rücken zur Wand gegen den Krieg, die anderen dienen sich den Schlächtern der Feldzüge im Irak, in Pakistan und Afghanistan oder des Gaza-Kriegs an und liefern ihnen die gewünschten Stichworte, um Propaganda gegen Kriegsgegner zu machen. Bei möglichen Unzulänglichkeiten und der Kürze des Aufrufes: Anlaß, sich als Linker gegen ihn zu positionieren, hat er inhaltlich nicht geboten.

Politische Agitation - junge Welt am 28.01.2012

Vorausgegangen war diesem von nackter Angst diktierten, beispiellosen Schritt ein Allparteientribunal im Bundestag, das am 25. Mai stattgefunden hatte. Dessen Grundlage wiederum war ein 16seitiges Pamphlet, das in sämtlichen Mainstreammedien als erhellende und aufklärende »Studie« über die Dominanz antisemitischer Positionen und Verhaltensweisen in der Partei Die Linke bejubelt worden war. Verfasser des Papiers waren Sebastian Voigt und Samuel Salzborn, ersterer ein Gründungsmitglied des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom der Linksjugend.

Kriegsfreunde - junge Welt am 23.01.2012

Diesen Kriegsfreunden dürfte es nach der Veröffentlichung des von Koray Yilmaz-Günay herausgegebenen Buches »Karriere eines konstruierten Gegensatzes: Zehn Jahre ›Muslime versus Schwule‹ – Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001« schwerer fallen, sich als Sprachrohr sexueller Minderheiten aufzuspielen. So dürften auch die Tage gezählt sein, an denen der bei der Linksjugend angesiedelte »Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom« ungestört das Thema mißbrauchen kann. Er bescheinigt z.B. Israel, »in bezug auf die Gleichberechtigung sexueller Minderheiten und ihre persönlichen und zivilen Rechte« mit Abstand »der toleranteste Staat im Nahen und Mittleren Osten« zu sein, und stellt die Behauptung auf, daß Israel, als »demokratischer Staat (…) die Rechte aller seiner Bürger ungeachtet des Geschlechtes, der Religion oder der ethnischen Zugehörigkeit« fördere.

Der Schwarze Kanal: Revolution 21 - junge Welt am 21.01.2012

Die Linke ist in ihrer Mehrheit, aber keineswegs in ihrer Gesamtheit eine Antikriegspartei. Daß sie in ihren Reihen mit dem BAK Shalom Kriegshetzer toleriert, sollte man nicht als Kuriosum abtun, da deren aggressiv prozionistische und proamerikanische Positionierung einen zunehmend zersetzenden Einfluß auf linke Bewußtseinsbildung ausübt. Dieser Bundesarbeitskreis der Linksjugend bringt in zugespitzter Form zum Ausdruck, worauf die Parteirechte letztendlich hinauswill: die Linke kriegstauglich zu machen.

Ein Musterbeispiel für Heuchelei - Kölner Stadtanzeiger am 20.01.2012

Es kann geschehen, dass sechs Bundestagsabgeordnete der Linken einen Aufruf gegen ein Embargo gegen das Terror-Regime in Syrien unterschreiben, der bedauerlicherweise den Terror des Regimes zu erwähnen vergisst. Es kann geschehen – und es ist geschehen –, dass diese Abgeordneten behaupten, der Aufruf entspreche der Linie der Partei. Nachdem das geschehen war, geschah Folgendes: Junge Parteimitglieder des Bundesarbeitskreises Shalom kritisierten den Aufruf, die Vergesslichkeit der Unterzeichner und erinnerten sie an die Brutalität des Regimes in Damaskus gegenüber Zivilisten.

Scherbengericht - junge Welt am 20.01.2012

Der Mechanismus hat sich bestens eingespielt. Die Dreigroschenjungen des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom starten quasi aus den Parteireihen heraus eine Skandalisierungskampagne gegen Die Linke, die von den bürgerlichen Medien und Parteien umgehend aufgegriffen wird und ihren Höhepunkt in einer aktuellen Stunde des Bundestags findet. Das war im vergangenen Jahr so, als von Shalom-Leuten Teilen der Linkspartei Antisemitismus unterstellt und ein ganz im Stil eines Verfassungsschutzberichtes verfaßtes Papier gepusht wurde. Und das hat sich nun wieder so abgespielt.

Für Frieden und Assad - Jüdische Allgemeine am 19.01.2012

Die Unterschriften der Linke-Abgeordneten haben innerhalb der Partei für Proteste gesorgt: Der BAK Shalom, der zur Linke-Jugendorganisation Solid gehört, forderte alle Unterzeichner auf, ihre Unterschrift zurückzuziehen. »Beide Regimes gehen dabei mit unglaublicher Brutalität gegen die eigene Zivilbevölkerung vor«, heißt es beim BAK. »Es ist schlichtweg zynisch, sich über die erfolgreichen Regimewechsel in Tunesien und Ägypten zu freuen, diesen aber den Menschen in Syrien vorzuenthalten.«

Billige Münze Antisemitismus - Neues Deutschland am 18.01.2012

Der Debatte im Reichstag ging bereits eine grobe Auseinandersetzung in der eigenen Partei voraus. Die Gruppierung BAK Shalom in der Linkspartei hatte die Erklärung heftig als »linke Solidarität mit den Schlächtern« kritisiert und die sechs Abgeordneten aufgefordert, ihre Unterschriften zurückzuziehen. Diese unterstützten damit die Regimes in beiden Ländern, obwohl sie die eigentlichen Verursacher von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen seien, so lautete der unfreundliche Vorwurf.

„Kriegstreiber“ versus „Amerikahasser“ - der Freitag am 16.01.2012

Wenn dessen Kritiker den Machthabern in Syrien und Iran schaflose Nächte wünschen, ist das für Linke zunächst einmal die sympathischere Einstellung. Allerdings verfällt etwa auch der BAK Shalom in ein eher schlichtes Freund-Feind-Schema. So wird zum Beispiel mit keinem Wort erwähnt, dass in Syrien nicht nur wehrlose Demonstranten einer brutalen Staatsmacht gegenüberstehen. Sondern es auch auf Seiten der bewaffneten Opposition regressive Bestrebungen gibt.

Distanziert auf Anfrage - junge Welt am 16.01.2012

Ausgelöst hatte die Distanzierungswelle, die derzeit durch die Partei rauscht, der Fanklub der israelischen und US-amerikanischen Streitkräfte in der Linken, der unter dem Namen Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom absolute Narrenfreiheit für die Verherrlichung imperialistischer Kriege und Militärinterventionen genießt. Die zwar personalschwache, aber lautstarke Provokateurstruppe hatte den Aufruf gegen die Kriegsvorbereitungen als »linke Solidarität mit den Schlächtern von Syrien und Iran« angegriffen und gefordert, daß die Unterstützer aus der Linkspartei »ihre Unterschrift sofort zurückziehen« müßten. Die Linke müsse endlich »Schluß machen mit ihrem Antiamerikanismus«.

“Solidarisierung mit den Schlächtern” spaltet Linke - Welt Online am 14.01.2012

Der Streit um den Aufruf lässt alte Gräben wieder aufbrechen, auch wenn der Schauplatz sich verlagert hat. Massive Angriffe erleben auch die Mitglieder des Bundesarbeitskreises BAK Shalom. Dieser gehört zur Jugendorganisation der Linken und hatte als einer der Ersten das Syrien-Pamphlet scharf kritisiert, den Unterzeichnern eine „Solidarisierung mit den Schlächtern“ vorgeworfen. In Linken-Foren wird er dafür als „Parteischädiger“ denunziert, und es wird gefordert, jegliche finanzielle Unterstützung des BAK zu beenden.

Der Schwarze Kanal: FAZ-Diktat - junge Welt am 14.01.2012

Weil die Solidaritätsbekundung keinen Aufruf zum Sturz Ahmadinedschads und Assads enthielt, sondern auf das Recht der Völker Irans und Syriens auf eine Entwicklung frei von ausländischer Einmischung insistiert, hat sie prompt die üblichen Empörungsrituale ausgelöst. Tonangebend sind wieder einmal die kriegsgeilen Blockwarte vom BAK Shalom, die den Aufruf-Unterzeichnern »Solidarität mit den Schlächtern« unterstellen, was auch die Linkspartei-Spezialistin der FAZ so sieht. Daß sich Bartsch, neben Bodo Ramelow und Petra Pau einer der Schutzpatrone der Freunde des amerikanischen Krieges, die Shalom-Sicht zu eigen macht und sich von dem Aufruf distanziert, sollte nicht verwundern.

Uneins über Syrien - Badische Zeitung am 12.01.2012

In dem Aufruf sind Gut und Böse klar verteilt. Es ist mit keinem Wort davon die Rede, dass im Iran und in Syrien Menschenrechte mit Füßen getreten werden und die Assad-Regierung in Damaskus Tausende Menschen vom Militär hat umbringen lassen, die auf die Straße gezogen waren, um für Freiheit zu demonstrieren. Der Bundesarbeitskreis “Shalom” innerhalb der Linken hat deshalb scharf “gegen linke Solidarität mit Schlächtern” protestiert und alle Unterzeichner aus der Linkspartei aufgefordert, ihre Unterschriften zurückzuziehen. Es sei doch zynisch, so “Shalom”, sich über erfolgreiche Regimewechsel in Tunesien und Ägypten zu freuen, diesen aber den Menschen in Syrien vorzuenthalten, nur weil das Regime gegen die USA ankämpfe. Es müsse endlich Schluss sein mit dem Antiamerikanismus der Linken.

Keine Freunde Assads - Neues Deutschland am 12.01.2012

Ob die Schelte der Parteiführung bei BAK Shalom ankommt, ist offen. Denn dort kann man sich durch die Erklärung des Pressesprechers zugleich auch ermutigt sehen. In seiner Argumentation gegen die Springer-Presse holt er nach, was in der Solidaritätserklärung der 1000 weggelassen wurde. »Wir verurteilen die Unterdrückung und Ermordung von politisch Andersdenkenden scharf und werden sie niemals hinnehmen.«

Gröhe greift Assad-Sympathisanten in der Linken an - Welt Online am 12.01.2012

Das sei eine “Solidarisierung mit den Schlächtern”, warnt dagegen der Linken-Bundesarbeitskreis Shalom, der zur Linksjugend Solid gehört. Es seien “nicht die NATO, die USA oder Israel, die einen Bürgerkrieg in Syrien anfachen, sondern das syrische und iranische Regime”, zitiert die Zeitung “Junge Welt” eine entsprechende Erklärung.

Kriegerische Rhetorik - Lafontaines Linke am 11.01.2012

Für die junge Welt ist das Anlass genug, den BAK Shalom zum „Kriegstreiber des Tages“ zu ernennen. Zu den Embargos, unter denen die Bevölkerung leidet, verlören die „falschen Friedensfreunde“ kein Wort, schreibt die junge Welt, unterschlägt aber ihrerseits eine andere Passage: Weil im Aufruf „Kriegsvorbereitungen stoppen“ das „Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten“ betont wird, hält der BAK Shalom dem entgegen, dass der Westen viel zu lange mit Syrien und Iran kooperiert habe. Es sei „das iranische Regime und die vom Iran aufgerüstete Terrororganisation Hisbollah, die innerhalb Syriens operieren, um die Aufständischen zu stoppen“.

Kriegstreiber des Tages: BAK Shalom - junge Welt am 11.01.2012

Der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom, eine pro-israelische und pro-amerikanische Pressuregroup in der Linksjugend, kritisiert nun »aufs Schärste« den Friedensappell und lügt ihn kurzerhand in eine »linke Solidarität mit den Schlächtern von Syrien und Iran« um. Unterzeichner aus der Linkspartei müßten »ihre Unterschrift sofort zurückziehen«.

Linke Solidarität mit Schlächter Assad - Spiegel Online am 10.01.2012

Das sei eine ‘Solidarisierung mit den Schlächtern’ warnt dagegen der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom, der zur Linksjugend Solid gehört. Es seien ‘nicht die Nato, die USA oder Israel, die einen Bürgerkrieg in Syrien anfachen, sondern das syrische und iranische Regime’. Der BAK Shalom wirft den Unterzeichnern vor, sich mit dem Regime von Syrien Präsident Baschar al-Assad zu solidarisieren. Grund dafür sei purer Antiamerikanismus.

“Vorwand” für einen Krieg gegen Iran - taz am 10.01.2012

Während von Fraktionschef Gregor Gysi nur zu hören ist, die ganze Angelegenheit sei “Sache dieser Abgeordneten”, zeigt sich der Bundesarbeitskreis Shalom empört. Es seien gerade “das iranische Regime und die vom Iran aufgerüstete Terrororganisation Hisbollah, die innerhalb Syriens operieren, um die Aufständischen zu stoppen”. In einer Erklärung fordert der BAK Shalom alle UnterzeichnerInnen aus der Linkspartei auf, ihre Unterschrift zurückzuziehen.

‘Solidarität mit Schlächtern’ - Süddeutsche am 10.01.2012

Der Appell ruft auch innerhalb der Linkspartei Empörung hervor. Gegen ‘linke Solidarität mit Schlächtern’ etwa wendet sich der Bundesarbeitskreis ‘Shalom’, der gegen eine israelfeindliche Haltung der Partei eintritt. ‘Entgegen der Einschätzung des Appells sind es nicht die Nato, die USA oder Israel, die einen Bürgerkrieg in Syrien anfachen, sondern das syrische und iranische Regime, die auf diese Weise mit aller Brutalität versuchen, einen Keil zwischen die Aufständischen zu treiben.’ Der Arbeitskreis fordert alle Unterzeichner aus der Linkspartei auf, ihre Unterschrift zurückzuziehen. Es sei ’schlichtweg zynisch, sich über die erfolgreichen Regimewechsel in Tunesien und Ägypten zu freuen, diesen aber den Menschen in Syrien vorzuenthalten - nur weil das Regime gegen die USA ankämpft.’ Die Linkspartei müsse endlich Schluss machen mit ihrem Antiamerikanismus.

Antisemitismus in der Linken – Interview mit Tilman Loos (BAK Shalom) - Radio Corax am 02.01.2012

Antisemitismus in der Linken ist ein Thema, was nicht so gern behandelt wird, weil es mehr mit Reflexion zu tun hat, als auf die Großen zu schimpfen. Es gibt Personen und Gruppen, die aber genau das für wichtig erachten und sich damit auseinandersetzen. Eine Person ist Tilman Loos. Er ist Mitglied im BAK Shalom, im LAK(Landesarbeitskreis) Shalom Sachsen und jugendpolitischer Sprecher der sächsischen Linkspartei.

Die Linke and the Left - The Journal for the Study of Antisemitism im Dezember 2011

Although I have never been a member of Die Linke, I was in touch with many party members. In addition, I received a scholarship from the Rosa Luxemburg Foundation, which is closely linked to Die Linke. I was myself a founding member of BAK Shalom, wrote articles, and gave talks about antisemitism and anti-Americanism. Despite considering myself quite liberal, I was consequently called an agent of imperialism, a Zionist traitor, and a neoliberal racist. Nevertheless, BAK Shalom managed to make this discussion that had been going on for several years a part of the overall
framework of Die Linke. BAK Shalom received considerable media attention and for some time I was so optimistic that I believed it might be possible to substantially influence the discourse within Die Linke. Unfortunately, this was not to be. I was obviously too optimistic or may have been too naive—as I was often told from the very beginning.

Von vollen und leeren Gläsern - Redaktionsblog Prager Frühling am 01.12.2011

Hat DIE LINKE ein Problem mit Antisemitismus und wenn ja, welches? Der Anfrage des BAK Shalom, ob unsere RedakteurInnen aus Anlass der Aktionswochen gegen Antisemitismus ein Podium mit Prof. Dr. Marion Keßler, Katharina König und Dr. Klaus Lederer zum Thema moderieren wollen, sind wir gern nachgekommen.

Antisemitismus in Deutschland – Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze - Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus am 10.11.2011

Gegenpositionen finden sich unter anderem beim Bundesarbeitskreis Shalom der Linksjugend ['solid]. Pressemitteilung, 19. Mai 2011, „Parteiführung muss endlich konsequent handeln! – Genossinnen und Genossen dürfen Antisemitismus in der eigenen Partei nicht dulden!“, unter anderem wird dort Folgendes bemerkt: „Bereits vor zwei Wochen haben wir in einem Brief an die Partei- und Fraktionsführung auf die in den letzten Monaten extrem angestiegenen antisemitischen Vorfälle in der Partei hingewiesen. Bis heute haben wir keinerlei offizielle Rückmeldung erhalten. Dies ist symptomatisch für den Umgang mit der Problematik des Antisemitismus von links: Zwar werden solche Vorfälle immer wieder durch Teile der Parteiführung klar kritisiert, eine genaue Analyse der Problematik und konkrete Auseinandersetzung fi ndet allerdings bis heute nicht statt.“

Eine Art Plagiat - junge Welt am 24.08.2011

Mark Seibert ist übrigens zudem Gründungsmitglied des bellizistischen BAK Shalom, ein Bundesarbeitskreis innerhalb der Linksjugend [’solid]. Auch hier wieder eine semantische Umwidmung zwecks Verunklarung: Der BAK »Shalom« ist nämlich gar nicht so friedliebend, wie man zu denken geneigt ist: So hat er 2009 etwa auf einer Demonstration die Weiterbombardierung des Gazastreifens durch die israelische Luftwaffe gefordert, bei der über 1500 Menschen zu Tode kamen.

Kampagne des Tages: NO TO junge Welt – junge Welt am 17.08.2011

Im Internet wurde mittlerweile die Webseite »freiheit und sozialismus« – offensichtlich als Antwort auf die innerlinke Debattenseite »freiheit-durch-sozialismus« – freigeschaltet, auf der die »Reformer« der Partei und das Umfeld von BAK Shalom Unterschriften gegen eine jW-Kooperation sammeln.

Shalom ohne Frieden – jungle World am 28.07.2011

Gedanken über Sinn und Unsinn eines israelsolidarischen Arbeitskreises in der Partei »Die Linke«. Sebastian Voigt, einer der Gründer des BAK Shalom und Mitautor der Studie »Antisemiten als Koalitionspartner?«, zieht ein persönliches Resümee.

„Da existiert eine Israel-Obsession“ – jungle World am 28.07.2011

Benjamin Krüger ist Sprecher des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom. Der 28jährige arbeitet als Büroleiter des Bundestagsabgeordneten Frank Tempel (»Die Linke«).

Die antizionistische Internationale – jungle World am 28.07.2011

Dass die Kritik gerade aus der Linken selbst kommt – Voigt war Mitbegründer des BAK Shalom (siehe Seite 5) –, wird dabei ignoriert. Ebenso wie die Tatsache, dass Antisemitismus zwar auch, aber längst nicht nur ein linkes Problem ist. Um dies festzustellen, braucht man gar nicht auf Neonazis und Jihadisten zu verweisen. Martin Walser, Martin Hohmann, Jürgen Möllemann – sie kamen aus der »Mitte« des politischen Spektrums.

Wie der Antisemitismus in die Linke kam – Cicero am 05.07.2011

Auch der BAK-Shalom, ein Arbeitskreis innerhalb der Linken, der sich massiv gegen Antizionismus zur Wehr setzt und aus dessen Reihen auch der Mitautor der jüngsten Antisemitismusstudie in der Linken kommt, gehört zu den schärfsten Kritikern.

Die Linke und der Antisemitismus – Der Tagesspiegel am 04.07.2011

Maya Zehden von der Jüdischen Gemeinde lobt das Problembewusstsein, das in der aktuellen Auseinandersetzung Linken-Politiker wie Katja Kipping, Jan Korte oder Bodo Ramelow zeigen würden. Sie begrüßt die Vertreter des parteiinternen Arbeitskreises Shalom und bedankt sich beim Berliner Linken-Landesvorsitzenden Klaus Lederer für sein Kommen.

Für eine gute Pointe würde ich zum Islam übertreten – Cicero am 04.07.2011

Jetzt muss aber doch der Linken zugutegehalten werden, dass die größten Kritiker aus der Partei selbst kommen. Angefangen mit Dietmar Bartsch, der die Vorwürfe sehr ernst nimmt, oder Bodo Ramelow, der noch einen Schritt weitergeht und die Anerkennung des israelischen Existenzrecht in das Grundsatzprogramm aufnehmen will. Ganz zu schweigen von der BAK-Shalom, ein Arbeitskreis innerhalb der Linken, der sich massiv gegen Antizionismus zur Wehr setzt.

“Zu viel Leidenschaft” – Zeit online am 24.06.2011

Grundlage der Debatte war ein Thesenpapier zweier jüngerer Sozialwissenschaftler – Sebastian Voigt (Leipzig), Mitbegründer des Bundesarbeitskreises Shalom innerhalb der Linken-Jugendorganisation Solid, und Samuel Salzborn (Gießen).

Salamitaktik mit antizionistischen Skandalen – Berliner Zeitung am 23.06.2011

Stefan Kunath ist Mitglied der BAK Shalom, einer Plattform gegen Antisemitismus innerhalb der Linken, die unter der Parole “Faschisten raus aus der Partei” bekämpft wird. Zuletzt hatte sich auch Gregor Gysi kritisch zu BAK Shalom geäußert. Angesichts der zerstrittenen Gruppierungen wird deutlich, warum es Gysi und anderen so schwer fällt, das gefährliche Spiel mit antisemitischen Parolen für beendet zu erklären.

Antisemitismus in der LINKEN: Alter Wein in neuen Schläuchen – Amadeu Antonio Stiftung im Juni 2011

Für eben jene innerlinke Kritik am Antisemitismus saß Stefan Kunath, Gründungsmitglied des BAK Shalom und Sprecher des AK Antisemitismus beim Studienwerk der Rosa-Luxemburg-Stiftung, auf dem Podium. „Es gibt keinen antizionistischen Konsens in der LINKEN“, betonte Kunath.

Über eine Methode – Lafontaines Linke am 22.06.2011

Bisher ist lediglich bekannt, dass man sich im zweiten Beschluss „gegen die inflationäre Verwendung des Begriffs Antisemitismus wenden und uns dabei auch kritisch mit einer einseitigen Zustimmung zur Regierungspolitik in Israel auseinandersetzen“ wolle, „wie sie der BAK Shalom z. B. in der Frage der Siedlungspolitik vertritt“. Letzterer hat bereits zurückgewiesen, sich eine solche Position je zu eigen gemacht zu haben.

Neue Kampfansage – junge Welt am 22.06.2011

Ramelows früherer Mitarbeiter Benjamin Krüger, Begründer der parteiinternen Pro-Israel-Lobby BAK Shalom und mittlerweile vom Büro des Bundestagsabgeordneten Frank Tempel aus gegen Die Linke agierend, assistiert im selben Blatt: »Wir haben ein Antisemitismusproblem.«

Ja zu klaren Grenzen – Prager Frühling am 22.06.2011

Analytische Blindheit zeichnet aber nicht nur die “antiimperialisitische Linke” aus. Auch die “Antideutschen” um den Solid-Arbeitskreis BAK Shalom müssen sich einmal fragen, ob sie wirklich glauben, dass es in dieser Welt keinen Imperialismus mehr gibt, wenn sie etwa schreiben: „Eine kompromisslose Absage an den Antiimperialismus ist die Voraussetzung für die Neukonstituierung einer emanzipatorischen Gesellschaftskritik.”

“Der Geist der DDR spukt noch” – Hamburger Abendblatt am 21.06.2011

Nach der offenen Kritik gegen den Beschluss der Partei von Anfang Juni kündigte er einen zweiten Beschluss an, der sich “gegen die inflationäre Verwendung des Begriffs Antisemitismus” wenden und kritisch mit einer einseitigen Zustimmung zur Regierungspolitik in Israel auseinandersetzen” solle. Auch die Haltung des parteiinternen Bundesarbeitskreises Shalom zur Frage der Siedlungspolitik werde diskutiert.

»Warum diese Leidenschaft?« - Neues Deutschland am 17.06.2011

In einem in derselben Fraktionssitzung angekündigten zweiten Beschluss werden wir uns gegen die inflationäre Verwendung des Begriffs Antisemitismus wenden und uns dabei auch kritisch mit einer einseitigen Zustimmung zur Regierungspolitik in Israel auseinandersetzen, wie sie der BAK Shalom (Bundesarbeitskreis innerhalb der Linkspartei, d. Red.) z. B. in der Frage der Siedlungspolitik vertritt.

siehe dazu auch: Richtigstellung zu Interviews von Gregor Gysi – Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Bundestag

“Wir müssen der Kritik Grenzen setzen” – taz am 16.06.2011

Sie haben Anspruch auf gleiche Rechte wie jüdische Israelis. Ich bin da nicht einseitig und finde die extrem unkritische Haltung von BAK Shalom … … einem Arbeitskreis in der Linkspartei … … ich finde diese Haltung falsch.

Ein Schritt zu viel – junge Welt am 15.06.2011

Sebastian Voigt, der sich NATO-Bodentruppen nach Libyen wünscht (Jungle World, 28.4.2011), ist Gründungsmitglied des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom innerhalb der Linken-Jugendorganisation »Solid«. Diese äußerst agile und aggressive Kampftruppe beschäftigt sich, wenn sie nicht gerade »Antisemiten« in den eigenen Reihen jagt, hauptsächlich mit dem Schwenken israelischer und US-amerikanischer Fahnen und dem Bejubeln der militärischen Heldentaten ihrer Idole. Ob Gaza-Feldzug (Januar 2009) oder gezielte Todesschüsse auf unbewaffnete Demonstranten an einer von keinem Staat der Welt anerkannten »Grenze« auf dem Golan: Für den BAK Shalom ist alles, was die israelischen Streitkräfte tun, legitime Selbstverteidigung. Susanne Witt-Stahl hat dieses abstoßende Phänomen punktgenau auf den Begriff gebracht, als sie von »einer schaurigen Freude am Tanz auf den Gräbern der ausgemachten Feinde« sprach. (Semit, Januar 2011)

Linker Antisemitismus? – heise.de am 11.06.2011

Zumindest einer der beiden Verfasser ist aktiv im BAK Shalom, einer antideutschen und radikal pro-israelischen Gliederung der Linksjugend. Das ist nicht verwerflich, erklärt aber die Vehemenz einiger Überzeichnungen und Unterstellungen in dem Text.

Ein Gespenst namens Antisemitismus – Cicero am 01.06.2011

Auch der Bundesarbeitskreis Shalom versucht Antisemitismus, Antiamerikanismus und regressive Kapitalismuskritik entgegenzutreten, sieht sich aber vermehrt Anfeindungen innerhalb der Partei ausgeliefert.

Wer sie gewähren lässt – Jüdische Allgemeine am 26.05.2011

Lassen wir als Beleg die Hetze auf der Facebook-Seite »Stoppt den BAK Shalom« oder die Ausfälle des Lokalpolitikers Hermann Dierkes mal beiseite, den außerhalb Duisburgs niemand kennen würde, wenn er nicht mit Israel-Boykott-Aufrufen und Aussagen zum »läppischen« Existenzrecht des jüdischen Staates Schlagzeilen machen würde. Reden wir über Inge Höger, außenpolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Bundestag.

Weltfremd, ignorant, dumm – jungle World am 26.05.2011

Die Genossen aus Bremen mischen in Sachen Boykottaufrufe munter mit, und die, die das kritisieren, wie der BAK Shalom, werden in sozialen Netzwerken übelsten Verleumdungen und Hasstiraden ausgesetzt, selbstredend von den eigenen Genossen.

Antisemitismus-Schelte für LINKE im Bundestag – Neues Deutschland am 26.05.2011

Auch dass einige Abgeordnete der LINKEN bei einer Rede des israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres sich im letzten Jahr nicht mit den übrigen Parlamentariern von den Plätzen erhoben, wurde ebenfalls als Beleg ihres Antisemitismus genannt. Dagegen lobte Sebastian Edathy (SPD) das Wirken des BAK Shalom in der Linkspartei.

Stimmungsmache gegen Linke – junge Welt am 26.05.2011

Vorlage und Anlaß lieferte eine von der Frankfurter Rundschau am 18. Mai angestoßene Kampagne, die sich auf die Studie zweier Experten stützte, von denen einer Gründungsmitglied des Bundesarbeitskreises Shalom in der Linksjugend [’solid] ist.

Der Schwarze Kanal: Blockwarte-Fraktion – junge Welt am 21.05.2011

Emotionaler Antreiber dieser beispiellosen Hetzkampagne ist der BAK Shalom, dessen an die Parteiführung gerichtete Dokumentationen über Abweichungen von der Parteilinie ihrer Vorstellung sich nicht nur in ihrer intellektuellen Dürftigkeit wie Verfassungsschutzberichte lesen.

Studie zu Antisemiten in der Linkspartei – Frankfurter Rundschau am 18.05.2011

Anders der thüringische Landtagsfraktionschef Bodo Ramelow, Bundestagsvize Petra Pau, mehrere Bundestagsabgeordnete und der „Bundesarbeitskreis Shalom“ der Linksjugend „Solid“. Sie brandmarken konsequent antisemitische Reflexe ihrer Genossen.

Wie in der Linksjugend unliebsame Ansichten kalt gestellt werden sollen – haOlam.de am 19.02.2010

Allerdings hat die Partei - zumindest bislang - auf die Durchführung von parteiinternen Säuberungen nach stalinistischen Vorbild verzichtet - und so gibt es innerhalb der Partei und ihres Jugendverbandes vereinzelte Stimmen, die der von oben vorgegebenen reinen Lehre, die mehr eine geistige und moralische Leere ist, widersprechen. Ein Beispiel hierfür ist der “Bundesarbeitskreis Shalom” (BAK Shalom), der dem antisemitischen Parteimanstream widerspricht, das Anliegen ist zweifellos ehrbar, ob es jemals Erfolg in dieser Partei haben wird, darf diskutiert werden.

Die Linke: Between Anti-Zionism and Solidarity with Israel – Stephen Roth Institute im Januar 2011

An important development in this respect was the establishment of BAK Shalom in spring 2007 as an ideological working group within Linksjugend Solid, Die Linke’s youth organization, in Berlin. BAK Shalom became a counterforce in the debates over Die Linke’s relations with Israel and its attitude to extreme anti-Israel manifestations. Defining itself as a task force against antisemitism, anti-Zionism, anti-Americanism, and regressive anti-capitalism within Die Linke, the group stands for strong solidarity with Israel, “including solidarity with defense measures of any kind.”

Die Entstehung der Marvi-Marmara-Linken – jungle World am 05.08.2010

Der BAK Shalom hat zwar eine Stellungnahme zur Free-Gaza-Flotte veröffentlicht, hält sich aber ansonsten auffällig zurück. Intern gibt es in der »Linken« Streit, doch nach außen soll davon nichts dringen.

Linker Zoff um Gaza-Antrag – junge Welt am 17.06.2010

In der Auseinandersetzung am Dienstag hatte sich nach jW-Informationen insbesondere der parteirechte »Sachsenflügel« lautstark zu Wort gemeldet. Michael Leutert, Mitbegründer der bedingungslos proisraelischen Lobbygruppe BAK Shalom, soll Fraktionskollegen als »Hamas-Unterstützer« beschimpft haben, weil sie eine von Gregor Gysi vorgebrachte und durchgesetzte Formulierung kritisiert hatten, wonach die Bundesregierung die islamische Organisation auffordern solle, »alle Hilfslieferungen bedingungslos anzunehmen und an die Bevölkerung auszugeben«.

Pro-Israel und Anti-LINKE – Neues Deutschland am 14.06.2010

»We’re the Kids in America« von Kim Wilde tönt es aus den Boxen. Das Lied bildete den Auftakt für die Ansprachen diverser Gruppierungen, die den Demoaufruf unterzeichnet haben. Das Publikum war mit Israelflaggen ausgestattet. »Der mit Frieden getarnte Hass gegen Israel kennt keine Grenzen mehr«, sagte ein Redner. Er bezeichnete die Gruppe Shalom in der Linkspartei als »Feigenblatt für das Bündnis von Linken und Hamas«, das nun nicht mehr gebraucht werde.

Das Misstrauen wächst – jungle World am 10.06.2010

Es gibt ein gemeinsames Papier der Bundestagsfraktion zum Nahost-Konflikt, zu dem der BAK Shalom noch eine Stellungnahme abgeben wird. Dass es ein gemeinsames Papier gibt, ist ein Fortschritt, wobei es dafür von beiden Seiten Zugestänisse brauchte. Dass es ein gemeinsames Papier gibt, heißt allerdings nicht, dass es jetzt zum Nahost-Konflikt überhaupt keinen Gesprächsbedarf mehr gäbe.

Nützliche Idioten – Focus am 07.06.2010

Paech, so der Bundesarbeitskreis Shalom, habe eine „ungehemmte Verbrüderung mit der terroristischen Hamas“ betrieben. Zudem habe er „antizionistische Ressentiments offenbart“.

Von Tabus trennen – junge Welt am 16.04.2010

Die Position unserer Partei wird bestimmt nicht dadurch klarer, daß sie eine Arbeitsgemeinschaft wie den Bundesarbeitskreis Shalom und seine Landesorganisationen ohne deutliche Zurückweisung gewähren läßt, die die notwendige Kritik an der Politik Netanjahus regelmäßig angreifen und zu diskreditieren versuchen. Dies mag man als ein zweifelhaftes Zeugnis innerparteilicher Toleranz oder aber auch als Konsequenz der mangelhaften Diskussion in unserer Partei ansehen.

Über die Verwirrung der Begriffe – junge Welt am 27.03.2010

BAK Shalom und Broder kämpfen an vielen Fronten. Mal ist es Irans Präsident Ahmadinedschad, den sie »Hitler des 21. Jahrhunderts« nennen, mal ist es die Hamas, die angeblich »zur Vernichtung der europäi­schen Juden« aufruft. Diese Positionen, die selbst rechte Israelis nur unter Vorbehalt äußern, werden in Deutschland aber von dem sich links verstehenden BAK Shalom ebenso vertreten wie von den rechten »Christen für Israel«. Die peinlichen Auftritte dieser Gruppen und ihre Anmaßung, uns Juden Moral zu predigen, machen uns nur zornig.

Linksjugend müpft auf – junge Welt am 29.03.2010

Inhaltlich bleibt die Linksjugend [solid] auf Linkskurs. Versuche des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom– einer proisraelischen Lobby innerhalb des Jugendverbandes – schlugen fehl, das antimilitaristische Profil abzuschwächen. So fiel z.B. dessen Antrag unter den Tisch, in den Leitantrag die Formulierung aufzunehmen, der Krieg der NATO am Hindukusch habe »den internationalen Terrorismus erfolgreich bekämpft«, weil »über 130 Ausbildungslager der Taliban« zerstört worden seien. Statt dessen spricht sich die Linksjugend gegen »neoimperialistische Kriege« aus und fordert »den sofortigen Abzug der Interventionsarmeen aus Afghanistan und Irak«.

Angebot zum Dialog – junge Welt am 27.03.2010

Wir haben uns zu diesem Brief entschlossen, nachdem uns wiederholt Berichte über Aktivitäten Eurer Partei bezüglich der Situation in Israel/Palästina bekannt wurden, so die Teilnahme von führenden Mitgliedern Eurer Partei an einer Demonstration im Januar 2009 in Berlin, auf der die Weiterbombardierung des Gazastreifens gefordert wurde; das Bestehen und die Akzeptanz eines Bundesarbeitskreises in der Jugendorganisation Eurer Partei (BAK Shalom), der jedes militärische Vorgehen des Staates Israel unterstützt und militaristische und nationalistische Propaganda betreibt; schließlich das Schweigen der Mehrheit der führenden Parteimitglieder zur israelischen Besatzungspolitik. All das hat uns bewogen, unsererseits nicht länger zu schweigen, sondern zu intervenieren.

Widerrede unerwünscht – junge Welt am 25.03.2010

Ende Februar schließlich hatte die Linkspartei-nahe Rosa-Luxemburg-Stiftung eine lange geplante Veranstaltung mit dem US-Politikwissenschaftler Norman Finkelstein über die Situation im belagerten Gazastreifen abgesagt. Als Grund für die Aufkündigung der RLS-Räume wurde in der Öffentlichkeit das Lobbying des kleinen Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom der Linksjugend-Solid erwähnt.

Man darf Israel kritisieren – Gegen den Rufmord an Hermann Dierkes – junge Welt am 25.03.2010

Die Gleichsetzung von Kritik gegenüber der israelischen Regierungspolitik mit Antizionismus und Antisemitismus wird insbesondere von einer politischen Strömung betrieben, die sich selbst zur Tradition linker Politik zählt. Diese Strömung hat auch innerhalb der Partei Die Linke einen Ableger in Form von BAK Shalom. BAK Shalom präsentiert sich in der Öffentlichkeit mit zwei Kernthemen: der Solidarität mit Israel und mit einer denunziatorischen Kampagne gegen Vertreter der Linken, die Kritik an der Politik Israels üben. Solche werden des Antisemitismus bezichtigt. Jüdische und israelische Linke distanzieren sich scharf von dieser Gruppierung. Deshalb sind mittlerweile auch jüdische und israelische Linke ins Fadenkreuz der Attacken von BAK Shalom und der sich als »antideutsch« gerierenden Gruppierungen geraten.

Praxistest – junge Welt am 22.03.2010

Die Widerrede maßgeblicher Funktionäre wird freilich nicht lange auf sich warten lassen. Eines Bodo Ramelow etwa, der imperialistischen Ordnungskriegen durchaus Positives abzugewinnen vermag. Auch die mit dem Apparat eng vernetzte »Kreativabteilung« um das Forum Demokratischer Sozialismus und die Emanzipatorische Linke, die sich in »Menschenrechtsfragen« seit jeher mit der westlichen Wertegemeinschaft verbunden fühlt, wird ihre Einwände gegen den »retrolinken« Antiimperialismus vorzubringen wissen. Allen voran natürlich die prozionistische Kriegstreiberbande vom »BAK Shalom«. Erst in der Auseinandersetzung mit seinen Widersachern wird sich der wahre Gehalt des Programms erweisen.

Die LINKE – Von innen umzingelt – hintergrund.de am 17.03.2010

Dennoch sah Kipping während ihrer Zeit als sächsische Abgeordnete kein Problem darin, Projekte zu finanzieren, die von Vertretern der „antideutschen“ Strömung dominiert waren bzw. sind. Die von den „Antideutschen“ beherrschte JL Sachsen wurde maßgeblich von ihr und Michael Leutert aufgebaut. Leutert ist Gründungsmitglied des BAK Shalom und sitzt für die Partei mittlerweile im Bundestag.

Diskussion erübrigt sich – junge Welt am 15.03.2010

An keiner Stelle haben wir als BAK Shalom einer Debatte über Israel und Palästina sowie über den Nahost-Konflikt im Weg gestanden. Im Gegenteil, wir begrüßen sogar eine Debatte über das linke Verhältnis zu Israel und zur Herausarbeitung einer emanzipatorischen Position zum Konflikt. Das heißt aber noch lange nicht, daß wir Israel-Hassern ein Podium geben, auf dem sie über Israel »debattieren«. Das ist der entscheidende Punkt.

Mit „Israelkritik” gegen Antizionismus – prodomo im März 2010

Das Beharren darauf, dass es sich beim Politikmachen doch lediglich um eine Form handele, die mit den konkreten Inhalten nichts zu tun habe, weil man ja nach wie vor, zumindest in der Diskussion mit den eigenen Kritikern, an bestimmten Standards festhalte, hat sich aber im vergangenen Jahr selbst dementiert: Zum Beispiel als in Berlin Stop the Bomb-Funktionäre dabei zusahen, wie pro-israelische Demonstranten von einer Kundgebung für die iranische Protestbewegung geworfen wurden; als der Bundesarbeitskreis Shalom sich anlässlich einer homophoben Mordtat in Tel Aviv an einer anti-israelischen Demonstration in Berlin beteiligte und für sich die Säkularisierung Israels als Thema entdeckte; und nicht zuletzt in den Hamburger Ereignissen um die Verhinderung der Vorführung des Films Warum Israel. Ihnen allen ist eine Begriffslosigkeit gemein, die die behauptete Möglichkeit, nur der Form nach Politik zu betreiben, die den Inhalt nicht tangiere, zur Makulatur werden lässt.

Verachtenswertes Auftreten – junge Welt am 05.03.2010

Schon seit geraumer Zeit nehmen wir die neokonservativen Standpunkte und die verwerflichen Methoden des BAK Shalom in unserem Verband sowie in der Öffentlichkeit mit inhaltlicher Ablehnung und Abscheu zur Kenntnis. (…) Uns überrascht das herablassende und verachtenswerte Auftreten gegenüber einem jüdischen Sohn von Überlebenden der Shoah jedoch nicht mehr. Wir haben zu viele Tabubrüche sogenannter Antideutscher in den letzten Jahren beobachten müssen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Hatz gegen Kriegsgegner, Friedensbewegte, Kritiker der israelischen Regierungs- und Besatzungspolitik und andere Linke sich auch offen und vermehrt gegen Juden richten würde, die nicht dem »antideutschen« Ideal¬typus des »wehrhaften Juden« entsprechen und sich herausnehmen, die Politik des Staates Israel zu kritisieren. Was für ein eindimensionales und gefährliches Gerücht über die Juden wird durch ein solches Vorgehen eigentlich in die Welt transportiert?

Von Stiftungen und Anstiftern – junge Welt am 02.03.2010

Was war geschehen? Rolf Verleger brachte es wie folgt auf den Punkt: Vor der Wahrheit, die Norman Finkelstein darzulegen und zu erörtern gedachte, habe die deutsche »Lobbygruppe des israelischen Schlag-zu-Nationalismus« große Angst. »Also wurde eine Kampagne geführt. Der auf seine elterlich-jüdische Tradition stolze Finkelstein wurde als ›Antisemit‹ und ›Geschichtsrevisionist‹ diffamiert, mithin in die Naziecke gestellt. Die Jüdische Gemeinde Berlin, jüdelnde Gruppen in Der Linken (Arbeitskreise namens ›Shalom‹) und ein jüdischer Arbeitskreis in der SPD riefen zur Demonstration gegen Finkelstein auf. Mit diesen Gruppen wollte es sich die Evangelische Kirche ohne Not nicht verderben, ebenso die Parteistiftung der Grünen, und ebenso die Parteistiftung der Linken: Sie alle zogen ihre Zusagen zur Organisation der Veranstaltung zurück.

Diskussion ohne Norman Finkelstein – Neues Deutschland am 01.03.2010

Entsprechend unterschiedlich fielen die Reaktionen auf Finkelsteins Absage aus. Während der pro-israelische Arbeitskreis BAK Shalom in der Linksjugend glaubt, dass dadurch antisemitische Statements nicht gesellschaftsfähig würden, waren andere linke Gruppierungen entsetzt. Wolfgang Gehrcke, Bundestagsabgeordneter der LINKEN, meinte, quasi stellvertretend, dass die Rosa-Luxemburg-Stiftung ihrem Namen Schande zugefügt hätte.

Kuschen vor Kriegstreibern – junge Welt am 23.02.2010

Gegen die Veranstaltung mit Norman Finkelstein hatte sich schon früh Widerstand geregt. Neben erklärten Neurechten wie »Honestly Concerned« hat sich dabei insbesondere der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom der Jugendorganisation der Linkspartei hervorgetan. Er hatte Gewichtiges ins Feld geführt: »ist international bei Antisemiten beliebt, weil ihm allein durch die Tatsache, daß er sich als Jude und Sohn von Holocaust-Überlebenden bezeichnet, Glaubwürdigkeit und die absolute Wahrheit bescheinigt wird.« Benjamin Krüger, der diese Unglaublichkeit schreibt, nämlich Finkelstein abzusprechen, Jude und Sohn von Holocaust-Überlebenden zu sein, war bislang Mitarbeiter des Linkspartei-Abgeordneten Bodo Ramelow und ist inzwischen Büroleiter des Abgeordneten Frank Tempel derselben Fraktion. Er ist Bundessprecher des BAK Shalom. Krüger und sein Verein dürften mittlerweile einschlägig bekannt sein – für ihre Zusammenarbeit mit rechten Haßpredigern wie Henryk M. Broder und dem Neokonservativen Matthias Küntzel oder für ihre Denunziationskampagnen gegen linke Friedenspolitiker und Demokraten wie Norman Paech, Sahra Wagenknecht oder Christine Buchholz. In der Linkspartei repräsentieren sie den rechtesten Flügel, der noch den von Gregor Gysi eingeforderten Abschied vom Antiimperialismus weit hinter sich läßt, indem er Antikapitalismus kurzerhand für antisemitisch erklärt und sich in einem Fahrwasser bewegt, das von rassistischen Klischees gegen Araber – die »Feinde Israels«! – nur so wimmelt.

Pandering to subtle German anti-Semitism – Jerusalem Post am 21.02.2010

A diverse group of pro-Israel organizations - including the BAK Shalom Working Group within the Left Party - protested the foundation¹s decision. Henning Heine, a spokesman from the foundation, issued a statement, saying, “We underestimated the political explosiveness of Finkelstein’s lecture” and rescinding its offer. BAK Shalom is a group of young Left Party members who seek to end their party’s adherence to flourishing anti-Zionist positions within the party.

»Gregor Gysi ist gefordert« - jungle World am 04.02.2010

Nach der Rede von Israels Präsident Shimon Peres am Holocaust-Gedenktag im Bundestag blieben einige Abgeordnete der Partei »Die Linke« während des Beifalls demon¬strativ sitzen. Benjamin Krüger vom BAK Shalom ist empört.

Anti-Semitismus bei deutschen Anti-Imperialisten – Kritiknetz.de am 18.12.2009

In diesem zu Ende gehenden Jahr 2009 hat es schon mehrfach Vorfälle mit anti-semitischen Anti-Zionisten aus der Partei Die Linke gegeben. So in der öffentlichen Hetze gegen den „Bundesarbeitskreis Shalom“ (BAK) der Jugendorganisation solid der Linkspartei. Sie wurde angegriffen, weil Vertreter des BAK Shalom immer wieder auf den anti-semitischen Gehalt von Aussagen von Vertretern der Linkspartei im Bundestag (z. B. Gehrcke, Paech) in Bezug zu Israel hingewiesen haben.

Das Recht auf seiner Seite – Neues Deutschland am 19.12.2009

Einige frühere Linke, die sich hauptsächlich in der deutsch-österreichischen Kampagne »Stop the Bomb« zusammengeschlossen haben, versuchen mit ihren freilich nicht hoch einzuschätzenden Mitteln und Möglichkeiten, zur internationalen Isolierung der Regierung in Teheran und zur Zerstörung der europäischen Wirtschaftsbeziehungen mit Iran beizutragen. In diesem Sinn kritisieren sie die Bundesregierung von rechts und werfen ihr »Beschwichtigungspolitik« vor. In Gestalt des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom und einiger gut platzierter Einzelpersonen hat die Kampagne gegen Iran auch in der Partei DIE LINKE ihre Stützpunkte.

»Holocaustrelativierung und Kriegstreiberei« - junge Welt am 15.12.2009

Mitglieder des Bundesarbeitskreises Shalom der linksjugend [’solid] und Vertreter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) beteiligten sich an der Demonstration.

Ich tue, was Linke tun: Ungerechtigkeit bekämpfen – Neues Deutschland am 19.12.2009

So kann man in der linken Bewegung und in der LINKEN mit Gruppen wie BAK Shalom über deren Agenda diskutieren, aber dabei darf die Tatsache nicht verschleiert werden, dass es eine rechte Agenda ist. Und eine Gruppe mit einer solchen Agenda kann auf keinen Fall integraler Teil einer Partei sein, die sich den anspruchsvollen Namen DIE LINKE gegeben hat.

Hamburger Unzumutbarkeiten – Neues Deutschland am 16.12.2009

Viele Verlautbarungen aus dem Demo-Bündnis gegen »antisemitische Gewaltspektakel« sprechen für sich: Die Antideutsche Gruppe Hamburg wertet US-Präsident Obamas Initiative zur globalen Abschaffung der Kernwaffen als »Regressionserscheinung«. Während der Kundgebung werden immer wieder Parolen gegen Palästinenser wie »Straßenkampf in Ramallah – die Panzer sind die Antifa« skandiert. Ein Sprecher des BAK Shalom der Linksjugend fordert für Israel »Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen aller Art« und rechnet gründlich mit den Friedenspolitikern in der eigenen Partei ab: Dem »bekennenden Hamas-Freund« Norman Paech und der »Linksruckideologin« Christine Buchholz – »Israelfeinde und antizionistische Antisemiten«, deren Positionen laut BAK Shalom in der LINKEN mehrheitsfähig seien.

Noch einmal in den Gaza-Streifen - Artikel in der Jungle World vom 22.10.2009

Der BAK Shalom, ein Arbeitskreis innerhalb der »Linken«, der sich als Plattform gegen Antisemitismus und Antizionismus versteht, protokollierte im April 2008 Paechs Auftritt bei einer Parteiveranstaltung in Berlin-Neukölln. Auf die Frage eines Anwesenden, warum israelische Siedler nicht von der Hamas angegriffen werden könnten, antwortete Paech dem Protokoll zufolge: »Frauen und Kinder, das ginge nicht, aber der Kampf gegen bewaffnete Siedler sei völkerrechtlich Notwehr.« Die Raketen der Hamas seien zudem »Neujahrsraketen« und nur eine »Logik der Eskalation« gewesen. Im Übrigen hätte die Hamas die Situation in Gaza verbessert. Nach seiner damaligen Aussage sei es dort, wo die Hamas regiere, »sauber und sicher«. Sein Wunsch sei daher »etwas mehr Mut gegenüber Israel in seiner Partei und Fraktion«.

Wen Juden wählen - Artikel auf welt.de vom 18.09.2009

Die meisten der von mir Befragten mit russischem oder ukrainischen Hintergrund wollen hingegen nichts von der Linken wissen: „Nie wieder Kommunismus! Wir sind nach Deutschland gekommen, um in der Demokratie und im Kapitalismus zu leben. Außerdem wissen viele bei den Linken nicht, wie sie zu Israel stehen sollen. Den Antizionismus der SED haben die Linken immer noch nicht überwunden!“, sagt etwa Sergey (47). Gegen diesen Antizionismus, wendet sich seit 2007 mittlerweile der Bundesarbeitskreis „Shalom“ des Jugendverbands der Linken, „Linksjugend ['solid]“. Auch Linken-Politiker auf Bundesebene wie Gregor Gysi oder Petra Pau wenden sich gegen die Israel-feindlichen Politiker in der eigenen Partei.

Gegner der Friedensbewegung - Beitrag in junge Welt vom 18.09.2009

Die Positionen der drei Referenten sind hinlänglich bekannt durch ihre Mitarbeit im BAK Shalom (Sebastian Voigt) und Veröffentlichungen in der Zeitschrift Bahamas (Thomas von der Osten-­Sacken, Stephan Grigat). Bahamas und BAK Shalom bekämpfen seit Jahren große Teile der Linken und der Friedensbewegung. Dabei diffamieren sie staatskritische und antiimperialistische Positionen und Aktionen pauschal als antiamerikanisch/strukturell antisemitisch.

Skandal im Sperrbezirk – Beitrag auf Lizas Welt vom 15.09.2009

Verschiedenen Berichten zufolge verweigerte die Polizei einem Teilnehmer, eine Jerusalem-Fahne zu zeigen, auf die der Name der israelischen Hauptstadt in hebräischen Buchstaben aufgestickt war. Zudem durften keine Lieder mit hebräischen und englischen Texten abgespielt werden; ihre vorbereitete CD mussten die Organisatoren der Kundgebung deshalb wieder einpacken. Darüber hinaus durfte ein Transparent des BAK Shalom, auf dem in englischer Sprache der Niedergang des iranischen Mullah-Regimes gefordert wurde, nicht verwendet werden.

FRN: Antiisraelischer Aufmarsch zum Al Quds-Tag - Radio Corax am 15.09.2009

Ebenfalls am vergangenen Wochenende hat die Berliner Polizei zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus untergraben - konkret beim “Al Quds-Tag”. Genaueres kann Benjamin Krüger vom Arbeitskreis “Bak Shalom” sagen

Auf in den Krieg – Artikel in junge Welt vom 14.09.2009

Voigt ist Mitbegründer des BAK Shalom in der Linkspartei-Jugendorganisation Solid. Seine antideutsche Truppe hat es sich zur Herzenssache gemacht, Israel-Kritiker in der Linken als Antisemiten zu denunzieren und die Kriege der nahöstlichen Besatzungsmacht mit Vehemenz zu verteidigen. Auf der Ferienakademie wirbt sie für die »Erneuerung und Spaltung der Linken«. Kontroversen Diskussionen oder jW-Interviewanfragen entziehen sich Voigt and friends konsequent.

Protest gegen Gestaltung der RLS-Ferienakademie - Artikel in der Zeitung junge welt am 10. 07. 2009

„In der Auseinandersetzung um das Programm der diesjährigen Ferienakademie der Linkspartei-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung (siehe jW vom 10.6. und 8.7. melden sich der AK Rechtspolitik und Menschenrechte und der AK Internationalismus mit einem gemeinsamen Aufruf zu Wort:…“

Stille Post aus Lübeck und aus Köln – Beitrag auf achgut.com am 29.06.2009

[...] Vom Leiden der über 100.000 Kurden in Syrien, denen man die syrische Staatsbürgerschaft entzogen hat, liest man – wenn überhaupt – nur winzige Meldungen. Hingegen erfolgen regelmäßig unqualifizierte Angriffe auf linke Gruppen, die sich wie der BAK Shalom mit guten Argumenten und Beweisen gegen Antisemitismus und Antizionismus in der eigenen Partei wenden und es sogar wagen, den Abgeordneten Norman Paech zu kritisieren. Eine ähnlich pauschale Attacke erfolgt gegen die „Antideutschen“, die nicht sachlich kritisiert, sondern in Grund und Boden verdammt werden. Und wir erfahren im Buch der Weisheit letzten Schluss, dass der angelsächsische Kapitalismus grottenschlecht ist und dass die „Unterdrückten des Südens“ – unter denen sich die Taliban, die Hizbollah, die sudanesischen Islamisten und der von den Mullahs geführte Iran einreihen – „ein Recht auf Rebellion und Widerstand gegen das imperialistische Diktat der reichen Nationen“ haben. [...]

Leipziger Allerlei. Zur Krise der Antideutschen: Eine kurze Revision – Artikel in der Zeitschrift prodomo- Zeitschrift in eigener Sache

[…] Dass dies zwar keine erfreuliche, aber eine möglichst zu ändernde Tatsache ist, weswegen Ideologiekritiker ihre Winterhöhle nicht nur zur Bärenjagd, sondern gelegentlich auch zur politischen Intervention verlassen, ist daher zweifellos richtig. Wenn aber aus dieser Tatsache - und daher ist das Leiden an der eigenen Marginalität auch keine existentialistische Pose, weil nur eine weit größere Anzahl an Kritikern dem fortdauernden gesellschaftlichen Elend auch tatsächlich ein Ende bereiten könnte - nicht die schonungs- und illusionslose Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern das Verlangen folgt, sich an all dem Unsinn auch noch aktiv zu beteiligen, dann kann der Versuch, „das Verhältnis zwischen der theoretischen Kritik der Gesellschaft und ihrer praktischen Verwirklichung auszuformulieren“, nur noch im Ausfüllen des Mitgliedsformulars des BAK Shalom oder einer anderen zivilgesellschaftlichen Institution liegen.

The German Left and Israel – Artikel im dissentmagazine am 08. 06. 2009

[...] However, the younger party members, who come out of the radical Left, could lead to an erosion of dominant views on the Middle East. In 2008, an internal party workgroup was founded: BAK Shalom (BAK standing for the German word Bundesarbeitskreis, meaning Federal Working Group). Its long-term aim is to foster a serious discussion on the renewal of progressive positions in the twenty-first century. That involves, as the caucus declared in its founding document, opposition to anti-Semitism and anti-Zionism, as well as to regressive criticisms of capitalism inside and outside the party. “The leftist movement in general and the Left Party in particular,” argued Benjamin Krüger and Sebastian Voigt, members of BAK Shalom, “have to decide whether they want to be a modern Left, as they already are in part, or if they would rather stick to old ideological dogma, peering at the world through the prism of the Cold War.” [...]

Ressentiment mit Tradition Antisemitismus der politischen Linken - Sendung auf Deutschlandfunk am 14.04. 2009

Benjamin Krüger und seine rund 120 Mitstreiter hatten es übrigens nicht leicht, ihren Arbeitskreis “Shalom” parteiintern zu etablieren. Der Jugendverband der Linken entzog den “Shalom”-Aktivisten die Gelder. Hinter sich wusste der Jugendverband eine partei-interne Gruppierung, die sich heute “Marx 21′” nennt und einst unter dem Namen “Linksruck” bekannt war. Doch die Schiedskommission der Partei sprach “Shalom’” schließlich das Recht zu, als offizieller Arbeitskreis der Parteijugend aufzutreten.

The Anti-Zionist-Antisemitic Discourse – Beitrag auf der Internetpräsenz des The Stephen Roth Institute

[...] Concern over the possible convergence of anti-Zionism with antisemitism was the subject of many debates, and conferences in Germany 2007, principally in left-wing circles.

A debate over the position of the left-wing Die Linke party toward Israel resulted in the creation of the BAK Schalom youth initiative whose purpose, among others, is to combat anti-Zionism, anti-Americanism and left-wing antisemitism. Party co-chairman Gregor Gysi openly criticized his own party for not clarifying its position about the right of Israel to exist and condemned left-wing anti-Zionism, stating that, “anti-Zionism cannot be, or at least can no longer be, a tenable position for the Left in general, and for the party and the Left, in particular. […]

Jubelperser - Artikel in der Zeitung junge welt am 16. 03. 2009

[...] Der BAK Shalom sieht an jeder Straßenecke Antisemitismus. … Weitgehend wird der BAK Shalom innerhalb der Linken als nicht links angesehen. […]

Gaza, Kritik an Israel und der Verdacht des Antisemitismus – Beitrag von Ellen Brombacher veröffentlicht auf www.nrw.vvn-bda.de am 03. 03. 2009

[...] Dem Nahost-Konflikt lässt sich weder unter der Losung “Tod Israel!” beikommen, noch mit jenen im BAK Shalom üblichen Phrasen. Wer, wie dieser beim - der LINKEN nahestehenden - Jugendverband ['solid] angesiedelte Bundesarbeitskreis Shalom, die Solidarisierung mit den von Besatzerwillkür geschundenen Palästinensern ablehnt, der sollte für sich nicht in Anspruch nehmen, Lehren aus dem Faschismus gezogen zu haben. Okkupationspolitik im Sonderfall Absolution zu erteilen, weil die heute in Israel Herrschenden vorgeben, ihre Politik diene den Interessen einer über Jahrhunderte verfolgten Minderheit, kann nicht die Sache von Linken sein. [...]

Antideutsche Leitkultur - Artikel der Zeitung junge Welt am 28. 02. 2009

“Die Unkultur der »Antideutschen« ist mittlerweile zur deutschen Leitkultur aufgestiegen. Besonders exzessiv wird sie in Teilen der Linkspartei gepflegt. Davon zeugt nicht nur die prozionistische pressure group »BAK Shalom«, die bei der Entlarvung von Antizionismus und Antiamerikanismus den denunziatorischen Eifer von Blockwarten der westlichen Wertegemeinschaft an den Tag legt. Ganz im antideutschen Debattenstil erfolgten auch die gegen Dierkes gerichteten Angriffe diverser Linkspolitiker in Nordrhein-Westfalen. Günter Will aus Gelsenkirchen warf ihm vor, »antijüdische Bestrebungen« zu schüren. Und Anna Lena Orlowski sprach von »antisemitischen Äußerungen, die ihm voll bewußt waren«.

Würde Hermann Dierkes in einem zivilisierten Land leben, müßte er die Dame verklagen. Doch er lebt in Deutschland, das die Sühne für deutsche Schuld auf die Palästinenser abgeladen hat. Und in dem jede davon abweichende Meinung unter Antisemitismusverdacht gerät.”

Wo dein Platz, Genosse, ist – Beitrag auf Lizas Welt am 12. 02. 2009

Eines muss man dem Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom, der in der Linksjugend (Solid) organisiert ist, ganz sicher lassen: Noch selten hat ein Zusammenschluss innerhalb einer Partei binnen kürzester Zeit für einen solchen Wirbel gesorgt. Wo bis zu der Gründung der Gruppe im Mai 2007 die Paechs, Gehrkes und Jelpkes nahezu unwidersprochen den antizionistischen Ton angaben, wenn es um das Thema Israel ging, sorgen die Mitglieder der israelfreundlichen „Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus“ seitdem für heftigen Streit. Regelmäßig werden sie als „Kriegstreiber“ und „Rassisten“ verunglimpft; zudem gibt es immer wieder einmal den Versuch, sie zum Schweigen zu bringen oder aus der Partei zu drängen. […]

Linke über Israel zerstritten – Jüdische Zeitung am 10. Februar 2009

Der Gaza-Krieg Israes im Januar führt in den Reihen der deutschen Linken zu neuerlichen innerparteilichen Konflikten zwischem pro-zionistischen und antizionistischem Flügel. Der Arbeitskreis “Schalom” des Berliner und hessischen Verbandes der Linke-Jugendorganisation “Solid” kritisierte Ende Januar, dass zehn Bundestagsabgeordnete der Partei “Die Linke” an “angeblichen Friedensdemonstrationen”teilgenommen hätten, die “unter den Fahnen der antisemitischen Terrorgruppe Hamas, die Israel mitsamt seinen Bewohnern vernichten will und deren Programm aus Krieg besteht”, gestanden hätten. Die Abgeordneten seien laut “Schalom” dieselben, die bereits im November 2008 das Bundestagsplenum vor der Abstimmung über die parteiübergreifenden Antisemitismus-Resolution verlassen hätten. Die Gruppe westdeutscher Linker der “Kommunistischen Plattform” hatte damsl kritisiert, dass der Antrag versuche “diejenigen als antisemitisch und antiamerikanisch zu diskretitieren, die Kritik an der Kriegspolitik von Nato, USA und Israel äußern”. Caren Lay, Mitglied des Linksparteivorstands, meinte zur innerparteilichen Auseiandersetzung gegenüber der “FAZ”, dass es unter den Bundestagsabgeordneten und Funktionären ihrer Partei offenbar einen “unbelehrbaren Kern” geben, der Einwände nicht zur Kenntnis nehme. Im Parteivorstand sei über das Verhalten der Abgeordneten im November, die “die fraktion öffentlich blamiert hätten”, gesprochen worden. Ein Beschlus sein noch nicht gefasst worden. Bundestagsabgeordneter Gregor Gysi, der in einer Aufsehen erregenden Erklärung im April 2008 das “Existenzrecht Israels” zur Rässon seiner Partei erklärte, sagte in der “FAZ”, dass seine Auffassung in der Partei inzwischen mehrheitsfähig sei.”

“Nicht wegschauen!” - Jüdische Allgemeine am 29.01.2009

Offenbar gibt es in der Partei Die Linke auf der einen Seite Gregor Gysi, Petra Pau, Klaus Lederer und den BAK Shalom. Auf der anderen Seite die Partei. Sind Sie sicher, dass Sie nicht in der Minderheit sind?
Lederer: Ja, da bin ich sicher. Bei denjenigen, die in politischen Funktionen sind, ist die Einstellung mehrheitlich klar. Das gilt auch für die Mehrheit der Bundestagsfraktion.

Linke streitet über ihr Verhältnis zu Israel – Der Spiegel am 23.01.2009

Das problematische Verhältnis der Linken zu Israel äußert sich auch in Reaktionen mancher Genossen auf die Arbeit von BAK Shalom, einer Plattform gegen Antizionismus und Antisemitismus innerhalb der Linksjugend. Mehrfach habe es Versuche gegeben, den Arbeitskreis auszubremsen, sagte Sprecher Benjamin-Christopher Krüger SPIEGEL ONLINE. “Wir werden als Kriegstreiber denunziert”, sagte Krüger - eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Positionen des Arbeitskreises finde dabei aber nicht statt.

LINKE gerät in Erklärungsnot – Neues Deutschland am 22.01.2009

Wer noch vor Kurzem den parteiinternen Arbeitskreis »Shalom« der LINKEN für eine zu vernachlässigende Minderheit hielt, dürfte sich mittlerweile die Augen reiben.

Gysis einsamer Kampf für Israel – Frankfurter Allgemeine Zeitung am 20.01.2009

Der Arbeitskreis “Shalom” des Berliner und des hessischen Verbandes der Linke-Jugendorganisation Solid kritisierte Anfang der Woche, unter den Fahnen der “antisemitischen Terrororganisation Hamas”, die Israel “mitsamt seubeb Bewohnern vernichten will und deren Programm aus Krieg besteht”, hätten zehn der elf bekannten Bundestagsabgeordneten an angeblichen Friedensdemonstrationen teilgenommen.

ND entlässt Volksfront-Gründer - taz am 15.01.2009

Kritik an Elsässers Projekt kam indes auch aus der Linkspartei. Kapitalismus nicht als ein soziales Verhältnis zu begreifen, sondern ihn auf die “anglo-amerikanische Finanzaristokratie zu reduzieren”, sei eine “originäre Nazi-Position”, heißt es in einer Erklärung des Bundesarbeitskreises Shalom der Linksjugend. “Eine nationalbolschewistische Volksfrontpolitik, wie sie Jürgen Elsässer propagiert, ist nichts anderes als eine Querfrontpolitik.”

Der Verteidiger Israels – taz am 9.01.2009

Der Bundesarbeitskreis bezeichnet sich auf seiner Website als “Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus”. Das ist schönstes Bewegungssprech, Benjamin Krüger sagt es einfacher: “Antizionistische, auch antisemitische Verhaltensmuster und Auffassungen haben Tradition in der Linken. Aber die Welt ist komplizierter geworden.” Natürlich sei der Krieg in Gaza “scheiße, ein militärischer Einsatz ist immer das Schlechteste”. Aber die Romantisierung des palästinensischen Widerstandes sei auch falsch, “die Hamas ist schließlich eine Terrororganisation”.

»Das ist doch ein absurdes Theater« - Beitrag in junge Welt am 09.01.2009

Der BAK Shalom von der Linksjugend will am Sonntag in Berlin »Solidarität mit Israel und unser Verständnis für Israels aktuelle Maßnahmen« demonstrieren. Wie sehen Sie das denn?
Ich wäre dankbar, wenn BAK Shalom für Frieden demonstrieren würde – Frieden für Gaza, für Palästina, für Israel. Es ist ein Irrtum, wenn man glaubt, daß man sich zwischen Israel und Palästina entscheiden müßte. Man muß sich entscheiden zwischen Krieg und Gewalt oder Frieden und Verständigung.

Rosenkrieg in der LINKEN - Neues Deutschland am 11.12.2008

Nachdem sich Redler erst politisch selber isoliert hat, möchte sie nun Mitglied der Linkspartei werden. Lasst sie rein! Doch Ernst hat einen »Rosenkrieg« angezettelt, um klären zu lassen, wer Parteimitglied werden darf oder nicht und warum. Dabei wäre Redlers trotzkistisch-sektiererisches Grüppchen SAV nur eine weitere Sekte unter vielen Sekten in der Linkspartei. Wer eine AG Shalom, eine kommunistische Plattform, eine AG Erholungsgrundstücke und Kleingartenwesen und noch weitere skurrile Zusammenschlüsse aushält, braucht vor Redler & Co keine Angst zu haben.

Let the Left go forward - The Jerusalem Post am 09.12.2008

Although relations between Israel and Germany seem fine on a governmental level, there is very widespread criticism and sometimes hatred of the Jewish state in Germany as well as in all of Europe. This sad fact is often affirmed in polls in which Israel is seen as the greatest threat to world peace, worse than the dictatorial Islamic regime in Iran or the Stalinist succesor monarchy in North Korea.
Criticism of Israel is clearly not a minority opinion which can only be articulated secretly. Nonetheless, opponents of Israel constantly claim to be courageously breaking a taboo. While nearly no one denounces any critique of Israel’s policy as anti-Semitic, that is often just what Israel’s opponents suggest - thereby avoiding a serious discussion on the relation between anti-Semitism and anti-Zionism, which, though not identical, often overlap.

Sie haben es geschafft – Neues Deutschland am 28.11.2008

Viele jüngere Antideutsche haben sich durchaus karrieretüchtig in den BAK Shalom der Linkspartei abgeseilt, sind bei Dan Diners Simon-Dodnow-Institut untergekommen oder haben keine Probleme, sich von der Rosa-Luxemburg-Stiftung zur Erstellung Marx verhunzender Dissertationen aushalten zu lassen. Die Freiburger Urgesteine von ça ira verharrten dagegen teils aus persönlichem Unvermögen, teils aus »organischer Renitenz« stets in ihrer Position gesellschaftlicher Marginalität.

BILDUNGSPROTEST: Humboldt-Uni reagiert bestürzt auf Schülerrandale – Spiegel.de am 13.11.2008

Uneins über die Bewertung der Demo sind sich auch die Mitglieder der der Linkspartei nahestehenden Jugendorganisation Solid, deren Fahnen und Transparente in der Uni zu sehen waren. Solid-Sprecher Haimo Stiemer sieht keinen Grund zur Aufregung. Die Linksjugend befürworte zivilen Ungehorsam, dazu gehöre auch die Besetzung von Universitäten, sagte Stiemer. Die Ausschreitungen seien zu verurteilen, bildeten aber die Protestbewegung nicht ab.
Der Solid-Arbeitskreis “Shalom”, der sich als Plattform gegen Antisemitismus versteht, bedauerte, dass die Vorfälle nicht in einer offiziellen Stellungnahme erwähnt würden. Dass die Demonstranten nicht gewusst hätten, was für eine Ausstellung das sei, könne er sich nicht vorstellen, sagte “Shalom”-Sprecher, Benjamin-Christoph Krüger. Viele hätten die Zerstörung in Kauf genommen: “Das hat nichts mehr mit Kritik am Bildungssystem zu tun.”

Antisemitismus - Linke streiten über Abstimmung – Märkische Allgemeine Zeitung am 12.11.2008

In der Linkspartei gibt es Kritik an den elf Bundestagsabgeordneten, die sich nicht an der Abstimmung über die Antisemitismus-Resolution des Parlaments anlässlich des 70. Jahrestags der November-Pogrome beteiligt haben. Der Sprecher des Bundesarbeitskreises Shalom, Benjamin Krüger, sprach von einer “reflexhaften Abwehrhaltung” und “mangelndem Willen, sich kritisch mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen”. Wie berichtet, war eine gemeinsame Erklärung aller im Bundestag vertretenen Parteien am Widerstand der Union gescheitert. Daraufhin hatte die Linkspartei die Erklärung der anderen Fraktionen in einem eigenen Antrag wörtlich übernommen, und die Abstimmung über beide Texte war zusammengezogen worden. Diesem Kompromiss wollten die elf Linke-Abgeordneten - unter ihnen die innenpolitische Sprecherin der Fraktion, Ulla Jelpke - nicht folgen. In einer Erklärung bemängelten sie, dass in dem Antrag diejenigen als “antisemitisch und antiamerikanisch” diskreditiert würden, die sich gegen die “Kriegspolitik von Nato, USA und Israel” äußern. Es geht dabei um die Passage des Antrags, in der die Solidarität mit Israel als “unaufgebbarer Teil der deutschen Staatsräson” bezeichnet wird. Benjamin Krüger warf den elf Abgeordneten eine “ideologische Lesart” des Antrags vor. Der “Bundesarbeitskreis Shalom” versteht sich als “Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus”.

Selbstgestellte Falle - Artikel der Zeitung junge Welt am 08.11.2008

Gysis Truppe hat die Totschlagargumente, mit denen sie sich konfrontiert sieht, selbst entwickelt. Die CDU-Simpel brauchen nur noch einer Argumentationslinie zu folgen, wie sie von den prozionistischen Kräften in der Linkspartei – man denke mit Schaudern an die BAK Shalom – fanatisch vertreten wird.

Kleinmut und Polemik – Spiegel Online am 05.11.2008

Wie einst die Ulbrichts und Honeckers wettern Parteiobere und Basis gegen Israel. Da wird über einen “Völkermord” an den Palästinensern schwadroniert, ist von “Nazimethoden”, vom “zionistischen Gebilde”, vom “imperialistischen Brückenkopf” die Rede. Manch einer sogar scheut sich nicht, Seit’ an Seit’ mit Anhängern der terroristischen Hamas und Hisbollah zu marschieren. Auf Demonstrationen, bei denen “Tod für Israel” skandiert wird.
[…]
Aber auch in den Linken gibt es Genossen, die ihrer Partei einen Bruch mit dem brachialen, judenfeindlichen Antizionismus verordnen möchten. Fraktionschef Gregor Gysi, Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und der “Bundesarbeitskreis Shalom” der Linksjugend gehören zu den wenigen, die sich redlich mühen. Doch sie stehen ziemlich allein auf weiter Flur. Und nach dem Hickhack bei der Bundestagserklärung, nach dem Ausbooten durch die Union wird es noch einsamer um sie werden. Der Mainstream in der Linkspartei ist ein anderer. Bis auf Weiteres.

Teilboykottierte Veranstaltung - Artikel in junge Welt am 01.11.2008

Deshalb hatten sie bereits im August/Anfang September führende Persönlichkeiten der Linken eingeladen, die den Positionen von BAK Shalom durchaus Sympathien entgegenbringen: Petra Pau, Katja Kipping, Bodo Ramelow, Matthias Höhn und Caren Lay. Alle waren aus Termingründen verhindert.

dazu: Shalom und Salam – eine faire Debatte? (*pdf)

Haßkampagne. Mit Lügen für die »Isolierung« Irans – Artikel in junge Welt am 01.11.2008

Als Teil der psychologischen Kriegsführung gegen Iran wurde am 28. Oktober in Berlin die Kampagne »Stop The Bomb« präsentiert. Nach Aussagen der Verantwortlichen handelt es sich um ein »breites gesellschaftliches Bündnis gegen das iranische Atomprogramm«. Wie breit, davon kann sich jeder selbst anhand der Namensliste der »über 120 prominenten Erstunterzeichner« ein Bild machen. Tatsächlich sind aus allen im Bundestag vertretenen Parteien jeweils zwei bis drei Personen dabei, von denen aber keine repräsentativ für die Iran-Politik ihrer Organisation ist. Die Linke ist mit der Abgeordneten Petra Pau, dem Bundesarbeitskreis (BAK) Schalom in der Parteijugend und mit einem Arbeitskreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung vertreten. Ihre Beteiligung an der Haßkampagne gegen Iran steht in totalem Widerspruch zur Politik der Partei Die Linke. Dafür treten sie aber besonders lautstark auf und haben Protektion durch viele Medien.

Friedensaktivisten am Runden Tisch – Artikel in junge Welt am 28.10.2008

Es sei durchaus denkbar, daß Die Linke einen ähnlichen Weg wie die Grünen gehe, so Buchholz. Sie warnte davor, derlei Beiträge widerstandslos hinzunehmen die Partei brauche statt dessen eine intensive Diskussion. Dem stimmte auch Rüdiger Göbel zu. Er hielt dem aus dem Publikum geäußerten Lob des Pluralismus in der Partei entgegen, daß es bei rassistischen und kriegstreiberischen Positionen »Haltelinien« geben müsse. Eine solche sehe er beim Arbeitskreis Shalom der Linkspartei überschritten, der aktiv für einen Krieg gegen den Iran eintrete.

Wann wird BAK.Shalom endlich erwachsen? – Beitrag von castollux.blogspot.com am 25.10.2008

Der BAK (Bundesarbeitskreis) Shalom, Plattform der Jugendorganisation der Partei Die Linke, unterscheidet sich in einem Punkt diametral von Parteioberen wie Lafontaine, Jelpke, Paech, Wagenknecht und vielen anderen in der Mutterpartei (Gysi und Kipping ausgenommen): Er kämpft aktiv und unerschrocken gegen antiisraelische und scharf antizionistische Strömungen innerhalb seiner Partei sowie gegen die Laxheit der deutschen Politik und der deutschen Medien […]. Umso unverständlicher die Stellungnahme von BAK.Shalom zu kritischen Anfragen von Hans-Peter Uhl und Kristina Köhler aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion anlässlich der Beratung zu einem gemeinsamen Antrag gegen Antisemitismus zum 70. Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9.November 1938.

Alles nur ein Missverständnis? Über die Geschichte und die Perspektiven des merkwürdigen Verhältnisses zwischen Antifa und Linkspartei – Ivo Bozic in Phase 2~29 (September 2008)

Die junge Welt, das Kampfblatt der Antiimps in der Linkspartei, die seit Wochen gegen den BAK Shalom wettert, nennt ihn einen ‘Sprengsatz’, einen ‘Spaltpilz in der Partei’. Das klingt spannend! Man könnte also durchaus sagen: Wenn es irgendwo in einem relevanten Teil der Gesellschaft eine Auseinandersetzung mit Antiimperialismus, Antizionismus, mit der Frage ‘Wie hältst du’s mit Israel?’ gibt, die, je nach dem wie sie ausgeht, auch folgenreich sein wird, dann in der Linkspartei. Weshalb es Sinn machen kann, sich genau jetzt genau dort zu engagieren.

Blau-weiß meets dunkelrot – DIE LINKE und Israel. Jule Nagel im Conne Island Newsflyer, Nummer 157, September 2008

Schon als sich der BAK Shalom zu konstituieren ankündigte, wurde die „Gegen“-Gründung eines BAK Freies Palästina in Aussicht gestellt, die sich freilich nie vollzog. Schiedsverfahren wäre wohl dann nicht initiiert worden, wenn es eine schlüssige, inhaltliche Gegenposition zu denen des BAKs gegeben hätte, was nicht unspannend gewesen wäre.
Anscheinend lassen die intellektuellen Ressourcen der Führungsschicht der linksjugend inhaltliche Debatten nicht zu. Aus den bundesweiten Jugendverbands-Gremien wurden innerhalb eines Jahres beinahe alle Protagonisten verdrängt, die emanzipatorische, durch die undogmatische und kritische Linke geprägte Positionen, vertreten und den Anspruch eines (begrenzten) politischen Pluralismus nicht nur nominell vor sich hertragen. Beruhigend scheint nur, dass einmal mehr bestätigt wird, dass Ausschluss, Verbot und Restriktionen die Praxis der Dummen und autoritär Fixierten sind.

Israels arabische Stimme – Yedioth Ahronot am 25.07.2008 (Übersetzung: Newsletter der israelischen Botschaft)

Mohammed Wattad ist eine Ausnahmeerscheinung. Mit gerade einmal 28 Jahren ist der israelische Araber bereits Doktor der Rechte und leistet nebenher wertvolle Aufklärungsarbeit für Israel. Nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg kehrt er nun in seine Heimat zurück.
Am 21. Juli war er auf Einladung des ‚BAK Shalom der Linksjugend’ zu Gast im Berliner Karl-Liebknecht-Haus, um dort über die Möglichkeiten eines Friedens im Nahen Osten zu diskutieren. Er begann seinen Vortrag mit einer Gedenkminute für die entführten und ermordeten Soldaten Eldad Regev und Ehud Goldwasser. Im Interview mit Yedioth Ahronot skizziert er einige seiner Standpunkte.

„Ein Verbot durch die Hintertür“ – Jüdische Allgemeine am 24.07.2008

Ende April verbreiteten die Jungpolitiker von BAK Shalom eine Pressemitteilung mit der Überschrift „Antizionismus in der LINKEN – Norman Paech als Außenpolitischer Sprecher untragbar!“ Darin forderten sie, der Linke-Bundestagsabgeordnete Norman Paech solle seinen Posten als Außenpolitik-Experte der Linken aufgeben. Denn in einem Vortrag Paechs Ende April finde sich „ungehemmte Verbrüderung mit der terroristischen Hamas und antizionistische Ressentiments“.
Das war für manche zu viel: Max Steininger, einer der Bundessprecher der Linksjugend, der infolge der Gründung von BAK Shalom schon einmal die Gegengründung eines BAKs Freies Palästina erwogen hatte, schäumte Mitte Mai: „Die Forderung, Norman Paech solle als außenpolitischer Sprecher zurücktreten, ist Blödsinn. Sie wird auch nur von einigen wenigen Randfiguren im Verband verbreitet.“ Einen Monat später erfolgte der Geldentzug für BAK Shalom.

Zentralorgan der Irrenanstalt – Beitrag auf lindwurm.wordpress.com am 18.07.2008

Für intellektuell unflexible Gefühlslinke und Traditionskommunisten sind die Zeiten unübersichtlich geworden. Sie halten stur an ihren einmal eingeübten politischen Reflexen fest und staunen dann nicht schlecht, wenn sie feststellen müssen, dass etwa die irakische KP mit den Amerikanern zusammenarbeitet und diese als Befreier sieht. Das passst nicht ins Weltbild vom bösen imperialistischen Ami, der Kopf beginnt zu rauchen, does not compute, does not compute, und *peng* ist schon wieder ein Betonschädel explodiert. Soweit muss es aber nicht kommen, denn es gibt Medizin für die psychischen Nöte solcher Leute, und zwar in Form der Print gewordenen Schiefheilung names “Junge Welt”, dem Zentralorgan der antiimperialistischen nationalen Sozialisten. Dort ist die altlinke Welt noch heil und die Verteilung von Gut und Böse so, wie es der DKP und großen Teilen der Linkspartei gefällig ist. Dort wird der “Bundesarbeitskreis Shalom”, der in der Linken gegen antisemitische Tendezen ankämpft, vom berüchtigten Knut Mellenthin in alter stalinistischer Tradition als “denunziatorisch” denunziert und als “Sprengstoff der Linken” bezeichnet, und es wird die Frage gestellt, warum sich “maßgebliche Vertreter der Linken” immer noch mit diesen konterrevolutionären zinonistischen Agenten treffen würden. Ok, das mit den konterrevolutionären zionistischen Agenten hat er so nicht geschrieben, aber wer die Terminologie der Stalinisten und Nationalbolschewiken kennt, der weiß, dass er es genau so gemeint hat. Und wenn er und seinesgleichen könnten, wie sie wollten, wäre eine Verbannung nach Sibirien noch das Gnädigste, was den frechen Freunden Israels widerfahren würde.

Rabiater Fanclub – junge Welt am 18.07.2008

Tatsächlich ist der Arbeitskreis, wie er zuletzt mit seiner Kampagne »60 Jahre Israel – Ein ganzer Monat Feierei!« deutlich gemacht hat, eine Fan-Gemeinde Israels und ganz besonders seiner Streitkräfte. Neben fortwährenden Bekundungen von »Sympathie und Solidarität« bei israelischer Musik brachte der BAK Shalom Aufkleber in Umlauf, auf denen Israel als »Ein Stück Freiheit im Nahen Osten« bejubelt wurde. Auf zweien waren israelische Soldaten zu sehen. Natürlich, denn für den BAK Shalom schließt die unreflektiert zur Schau gestellte Israel-Begeisterung auch die »Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen aller Art« ein, wie es in der Grundsatzerklärung des Arbeitskreises heißt.

Norman fühlt sich umzingelt – Beitrag von Henryk M. Broder auf der Achse des Guten am 17.07.2008

Wenn Norman Paech mit Mörderbanden wie der Hamas und der Hisbollah liebäugelt, dann tut er das nur aus Sorge um den Frieden in der Welt. Wenn sich aber in seiner eigenen Partei Widerstand gegen ihn formiert, dann können das nur Marionetten sein, die von Juden bzw. Zionisten ferngesteuert werden. Im Kaiserreich und in Weimar nannte man solche Leute “Judenknechte”, heute ist es meine “Boy Group”. Dass ganz normale (arische) Deutsche keine Antisemiten sein müssen, das übersteigt die Vorstellungskraft eines Antisemiten, der sich von seinen eigenen Volksgenossen verraten fühlt. Deswegen hat es sich eingebürgert, Deutsche, die keine Antisemiten sind, als Anti-Deutsche zu diffamieren. Denn Deutschsein und Antisemitsein ist für einen echten Antisemiten praktisch dasselbe. Und die ultimative Kränkung, die eine Antisemiten-Seele erleiden muss, ist, wenn einer wie ich “auf Einladung der CDU” im Bundestag agieren darf. Wenn das der Führer wüßte!

Newsletter von Norman Paech, MdB und außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE vom 14.7.2008

Das hinderte allerdings eine kleine Gruppe innerhalb der Linksjugend, die sich Bundesarbeitskreis Shalom nennt, nicht, eine Kampagne gegen mich zu starten, die sich außerdem gegen Wolfgang Gehrcke und Oskar Lafontaine richtete. Ausgangspunkt ihrer Versuche, mich als Israelfeind, Terrorfreund und Antisemiten zu denunzieren und zum Rücktritt zu drängen, war ein Protokoll, welches sie von einer meiner Veranstaltungen angefertigt und einigen Journalisten zugesandt hatten. Ich habe den Journalisten eine Stellungnahme zu den krassesten Verdrehungen gesandt, die Veranstalter veröffentlichten ihrerseits ein Protokoll von dem Abend in Berlin-Neukölln. Wer sich über das Vorgehen dieser Boy-Group des Henryk M. Broder und ihres Vortänzers informieren möchte, sei auf zwei aufschlussreiche Artikel von Susann Witt-Stahl im ND und Knut Mellenthin in der jungen welt hingewiesen. Die Angelegenheit ist reichlich absurd, jedoch nicht ganz harmlos, denn Broder agiert auf Einladung der CDU im Bundestag, und seine Jünger von BAK Shalom geben Interviews in Haaretz.

Ghostbusters – aus der Rubrik VonKonkret in der Konkret, Heft 07/2008

Was also tun mit dem israelsolidarischen Spuk? Das, was man gelernt hat:
In einem Beschluß vom 13. Juni hat der Bundessprecherinnenrat der Linksjugend einem seiner Mitglieder, dem Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom […] ohne nähere Begründung sämtliche finanziellen Zuwendungen gekappt und jede Öffentlichkeitsarbeit untersagt. Ganz den eigenen Prinzipien gemäß: pluralistisch, antifaschistisch, basisdemokratisch und selbstbestimmt.

Haltung der Deutschen zu Israel: Bundestag und Bevölkerung sprechen zwei Sprachen. In der Linkspartei tobt ein ideologischer Kampf – Jüdische Zeitung im Juni 2008

Für Gehrke, Paech und große Teile der Parteibasis ist die Formel von Israel als einem „Apartheidstaat“ und die Sympathie für den „Befreiungskampfes des palästinensischen Volkes“ unverrückbare Grundpfeiler. Juliane Nagel vom Landesvorstand der sächsischen Linken empört das: „Lafontaine unterstützt damit die, die die Entstehungsbedingungen Israels, also den Holocaust, ausblenden und die Welt durch eine schwarz-weiß-malerische antiimperialistische Brille betrachten“, sagte Nagel im Nachrichtenmagazin „Stern“. Wer dem Staat Israel das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht abspreche, „steht keineswegs in der humanistischen Tradition der Linken“, so Nagel. Auch die stellvertretende Parteichefin Katja Kipping unterstützt Gysis Haltung und fordert dazu auf, den Antizionismus in der Linken zu verwerfen. Im Antizionismus der Partei sieht Kipping „antisemitische Elemente in den eigenen Traditionslinien“. Eine neue Stimme in der Linken ist der vor kurzem gebildete Bundesarbeitskreis (BAK) Schalom, der sich als „Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus“ begreift. Norman Paech halten die Leute vom BAK Schalom als außenpolitischen Sprecher für untragbar.

Kein Frieden mit Shalom – Alex Feuerherdt in Jungle World Nr. 26 vom 26.06.2008

»Shalom heißt Frieden« ist die Stellungnahme überschrieben. Dass sie beinahe zur selben Zeit wie der Beschluss gegen den BAK Shalom veröffentlicht wurde, dürfte kein Zufall sein. Denn in allen Gliederungen der Linkspartei sammeln sich inzwischen die antizionistischen Kräfte, um bereits dem Aufkommen einer israelfreundlichen Strömung ein Ende zu bereiten – und wenn es mit Hilfe der Satzung ist, die notfalls recht eigenwillig ausgelegt wird. So viel Selbstbestimmung muss schließlich sein.

Gegen Ausgrenzung – Für einen demokratischen Jugendverband! – Resolution der Landesmitgliederversammlung (LMV) der Linksjugend [’solid] Hamburg vom 22.06.2008

Die LMV Hamburg verurteilt das Vorgehen des BSpRs gegenüber dem BAK Shalom und fordert ihn auf diesen Beschluss zurückzunehmen. Inhaltliche Differenzen dürfen nicht zum Anlass genommen werden mit bürokratischen Maßnahmen gegen die politischen Po-sitionierungen eines Arbeitskreises vorzugehen.
Erklärung zu Rücktrittsforderungen gegen Norman Paech und innerparteilichen Kontroversen zum Nahostkonflikt. – Position des Hamburger Landesvorstandes der Partei “Die Linke.” vom 19.06.2008
Die Gründung des LAK Shalom in Hamburg beobachten wir in Anbetracht von Erklärungen aus dem BAK Shalom-Kreis, die die „Spaltung der LINKEN“ als politische Zielsetzung nennen, mit Skepsis. Gleichwohl hoffen wir, dass diese Skepsis sich als unbegründet erweisen und ein LAK Shalom sich konstruktiv in den Jugendverband und die Partei einbringen wird.

“Shalom, Shalom” - Wie der BAK Shalom auf die Angriffe seiner Bundessprecher reagiert - Beitrag auf wind-in-the-wires.blogspot.com am 19.06.2008

Anstatt darüber zu schreiben, dass es sich bei dem Bundessprecherinnenrat offenbar um einen Haufen von Antizionisten handelt (von denen zumindest einige der Meinung sind, in Deutschland würde man zuviel Geld an “die” Juden verschwenden) und dass Lafontaines Nachwuchstruppe die israelsolidarischen Regungen in ihrem Verband unterbinden oder doch wenigstens unter Kontrolle behalten möchte, anstatt also das zu tun, was man sich eigentlich vorgenommen hat, nämlich eine inhaltliche Auseinandersetzung über den linken Hass auf Israel zu führen, sondert man lieber das obligatorische Politikergeplapper über Verbandsstrukturen und Basisdemokratie ab.

BAK Shalom in der Linkspartei schockgefrostet – Beitrag auf 2ndphilolog.wordpress.com am 19.06.2008

Wenn sich Lafos Jugend mit der JN der NPD die ideologischen Hände gegen Israel und “die Judenlobby” innerhalb unserer Demokratie reichen wollen,sollte das nicht unwidersprochen bleiben. Auch von innen her sollte diese Antisemitismuskritik geschehen können.Ich wünsche den BAK-und LAK-Shalommies dabei einen langen Atem und viel Erfolg gegen die mächtige Front der antizionistischen Antiimperialisten.

Linke will nicht nicht-antizionistisch sein – Beitrag auf Chajms Sicht am 18.06.2008

Interessant ist, dass die Partei dem BAK nicht argumentativ beikommen kann, sondern ihn versucht zu diskreditieren und sogar reflexartig die Positionen zu verstärken. Das macht Dailami ja, wenn er vom Imperialismus faselt. Das zeigt nur, wie die Partei noch heute funktioniert.

Zoff in der Linkspartei wegen Israel - Beitrag im Debattenblog der Welt am 18.06.2008

Wie es scheint, will die Jugendorganisation der Linkspartei ihre pro-israelischen Mitglieder mundtot machen. […] Auf die Gefahr hin, dass meine Sympathie für eine pro-israelische Linke mir als “Antideutschtum” ausgelegt wird, und - solche Disclaimer sind anscheinend nötig - ohne mich mit den Aussagen der Genossen von BAK Shalom zu identifizieren, möchte ich mich mit ihrem Anliegen, dem Schaffen einer Linken, die nicht “regressiv” ist, sondern progressiv (und darum nicht antiisraelisch oder antiamerikanisch), ausdrücklich solidarisieren. Es ist schon bezeichnend, zu welchen Mitteln innerhalb der Linkspartei gegriffen wird, um diese Stimmen zum Verstummen zu bringen.

Linke säubert sich - Beitrag im heuteblog der Jungle World am 17.06.2008

Öfters haben wir über den israelsolidarischen Bundesarbeitskreis Shalom im Jugendverband der Linkspartei berichtet. Nun gibt es scharfen Gegenwind: Gelder eingefroren, Maulkorberlass.

»Nie wieder Hegde-Fond« – Artiges zum Wunsch in der Linkspartei, ihre AntizionismuskritikerInnen wieder loszuwerden - Beitrag von JustIn Monday im Blog Kassiber der McGuffin Foundation am 16.06.2008

Vielleicht wäre es ein erster Schritt zur Einsicht gewesen, wenn sich Witt-Stahl nicht in der empörten Verteidigung Oskar Lafontaines und Norman Paechs geübt, sondern sich eingestanden hätte, dass von der Kritik des BAK-Shalom nicht nur diese getroffen sind, sondern auch sie selbst. Dies hätte ihr zumindest die Peinlichkeit erspart, mit der Geste einer neutralen Berichterstatterin Sätze zu schreiben, die zunächst einmal nur davon zeugen, dass sie nicht in der Lage ist, sich die Frage zu stellen, ob ihre eigenen Sätze überhaupt zur Verteidigung taugen.

Shalom und Adieu! – Beitrag auf Die Achse des Guten vom 15.06.2008

In der LINKEN werden abweichende Meinungen so lange geduldet, wie sie der Parteilinie nicht widersprechen. Das war in der SED nicht anders.

Israel-Lobby demaskiert! – Beitrag auf planethop.blogspot.com vom 07.06.2008

Gerade noch schrieb ich in der Jungle World, dass sich nun die Antizionisten in der Linkspartei aufstellen, um zum Gegenschlag gegen den “israelsolidarischen Frühling” in der Partei auszuholen, schon finden wir heute im ND die Bestätigung dieser Prognose…
Im ND wird auf der Debattenseite von der Autorin Susann Witt-Stahl die gefährliche Israel-Lobby skizziert, die selbstverständlich “neokonservativ”, “philosemitisch”, “neoliberal” und “bellizistisch” ist und sich “in konservative und rechtsradikale Kreise” einreiht. Im Grunde alles Nazis also.

Kritische Theorie für Antispeziesisten – Beitrag auf tousetrien.blogsport.de vom 07.06.2008

Planet Hop weist auf einen Artikel im Neuen Deutschland hin, in dem Susann Witt-Stahl (Tierrechts-Aktion-Nord, TAN) auf die zersetzende Gefahr des BAK Shalom innerhalb der Linken hinweist. Belegt wird dies durch die auf ihrer Homepage verlinkten antideutschen und neoliberalen Seiten. Besonders die Antideutschen haben es ihr angetan.

»… irgendwie sehr, sehr antisemitisch« - Neues Deutschland vom 07.06.2008

Ein Gespenst geht um in der Linkspartei. Das bürgerliche Lager in Deutschland kann aber aufatmen – diesmal ist es sicher nicht der Kommunismus. Für große Aufregung sorgt das Gespenst trotzdem: Seit der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom der Linksjugend [solid] mit eigenen Verlautbarungen an die Öffentlichkeit tritt, läuft die Medienmaschine heiß.

>> Leserbrief von Benjamin Krüger und Sebastian Voigt (*pdf) an das Neue Deutschland

Gromykos falsche Erben - Ivo Bovic in Jungle World Nr. 23 vom 05.06.2008

Der außenpolitische Sprecher der Partei, Norman Paech, schimpfte in einem Interview mit Radio »Corax« über den BAK Shalom: »Diese Leute sind offensichtlich dumm.« Die Abgeordnete Monika Knoche forderte in einer Fraktionssitzung indirekt ein Redeverbot für die Mitglieder der Gruppe. Auch das Parteivorstandsmitglied Sascha Wagener, ehemaliger Bundessprecher von »Solid«, distanzierte sich von dem Arbeitskreis. In der Zeitung Politik Orange, die als Beilage des Neuen Deutschland erschien, erklärte er, es handele sich um »eine Minderheit, die für niemanden in der Partei spricht«. Und fügte hinzu, die israelische Armee sei »schlimmer als die Hamas«.

Sich jetzt endlich einmischen. Nur in der Linkspartei findet derzeit eine öffentlich wahrnehmbare Diskussion über das Verhältnis zu Israel statt. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für israelsolidarische Interventionen. Sebastian Voigt in: Jungle World Nr. 23 vom 05.06.2008

Ein offener Brief, in dem antiisraelische Positionen kritisiert wurden, war im Sommer 2006 der Auftakt einer Entwicklung, die deutlich machte, dass es nicht wenige Mitglieder in der Linkspartei gibt, die gegen die Unterstützung antisemitischer Mörderbanden und für eine Solidarität mit Israel eintreten. Die Gründung des BAK Shalom stellt den Versuch dar, der Debatte einen institutionellen Rahmen zu geben, um sie dadurch zu forcieren. Die bisherige Resonanz ist immens. Das zeigt nicht nur das Presseecho, sondern das zeigen auch die vielen Solidarisierungen, in denen häufig Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht wird, dass sich ein Arbeitskreis formierte, der sich programmatisch gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus richtet und dazu noch der größte und aktivste der Linksjugend ist.

Austreten, aber schnell! Die Partei »Die Linke« kann kein Partner für eine konsequente Solidarität mit Israel sein, sondern nur Gegenstand der Kritik. Jan Gerber in: Jungle World Nr. 23 vom 05.06.2008

Anders als vom BAK Shalom angedeutet, sind der regressive Antikapitalismus, die Begeisterung für einen nationalen Sozialismus und die Sehnsucht nach der Stallwärme des Kollektivs nicht das Verpackungsmaterial einer ansonsten duften Truppe. Sie sind vielmehr das Fundament des Projekts »Die Linke«. Insofern wäre die Parole »Hamas raus aus den Köpfen«, die die Vorgängermannschaft des BAK Shalom vor anderthalb Jahren ausgab, um ein Motto zu ergänzen: »Freunde Israels, zerreißt euer Parteibuch!«

hier konkret. Interview mit dem stellvertretenden Sprecher des BAK Shalom in der Monatszeitschrift konkret (Juni-Ausgabe 2008 – In der Druckauflage) (*pdf)

Lafontaine und Gysi führen gemeinsam Die Linke. Lafontaine bezeichnete Israel als “Aggressorstaat”. Kommt es da zu einer Zerreißprobe oder werden sich Lafontaine und Gysi einigen: der eine bedient die antizionistischen Ressentiments, der andere macht der Aufklärer?
Das ist im Moment so, aber das ist kein strategisches Kalkül. Ich befürchte, daß es in naher Zukunft nicht gelingen wird, Lafontaine aus der Parteispitze wegzudrängen. Deshalb ist es um so wichtiger, seine falschen Positionen anzugreifen und publik zu machen. Während das Lager um Paech ein Paradebeispiel für linken Antizionismus bis hin zum Antisemitismus darstellt, steht Lafontaine für Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus.
Ihr lehnt ihr Lafontaine als Parteivorsitzenden ab?
Ganz klar.

Refreshing pocket of resistance – Artikel in Haaretz vom 30.05.2008

Yet a refreshing pocket of resistance has formed within the Left Party, whose members seek a sharp break with the prevailing anti-Israeli posture characteristic of Germany’s third-largest political party. The BAK Shalom Working Group (BAK is from the German word Bundesarbeitskreis, meaning “federal working group”), a pro-Israel group within the Left Party’s young members federation, demanded Paech’s immediate resignation from his position in an opinion piece published by the popular Berlin daily Der Tagesspiegel earlier this month. Benjamin Kruger, a BAK Shalom spokesman, told me that Paech sees “Hamas as an ally of the Left Party,” whereas BAK Shalom views it “as a terror organization.”

Stolpersteine für Lafontaine - Neues Deutschland am 24.05.2008

Der Antrag dürfte die Unterstützung des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom finden, in dem sich nach eigenen Angaben etwa 60 Freunde Israels in der Linkspartei zusammengefunden haben. Mitbegründer Stefan Voigt kritisierte im Vorfeld des Parteitags die von Lafontaine seit einiger Zeit geplante Reise nach Teheran. »Dies wäre de facto eine Solidarisierung mit dem Mullah-Regime, das die Bevölkerung unterdrückt, Frauen diskriminiert, Homosexuelle hinrichtet und nach der Atombombe strebt.«

Ein Problem namens Israel – Der Stern / stern.de am 23.05.2008

Allerdings hat Gysi auch ein paar neue Freunde gefunden. Zum Beispiel den Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom, der zum Partei-Jugendverband “Solid” gehört. Der BAK Shalom beschreibt sich als “Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus”. Das klingt, als handele es sich um ein Entrümpelungskommando der Linkspartei. […] Insbesondere die beiden ersten Anti-Ismen, also Antisemitismus und Antizionismus, sind in der Linkspartei heftig umkämpft. Natürlich bekennt sich kein Parteimitglied zum Antisemitismus und auch der strammste Antizionist betont, nichts gegen Juden zu haben, oder nennt gar jüdisch klingende Namen seiner Freunde, um sich koscher zu geben. Doch über die Gegnerschaft zu Israel transportieren sie antisemitische Klischees. Der russische Historiker Leon Poliakov beschrieb den Ansatz dieser Menschen einmal so: “Israel ist der Jude unter den Staaten.”

“diese leute sind offensichtlich dumm” - Beitrag auf www.dissidenz.olifani.de am 22.05.2008

für den mann, der “etwas mehr mut gegenüber israel”[1] in partei und fraktion einfordert, sind die vorwürfe gegen ihn “zusammengerührt” und unsinn, denn das existenzrecht israels erkenne er ja an. und antiimperialismus ließe er sich schon gar nicht vorwerfen, denn die solidarität mit “antiimperialistischen bewegungen” wie “in kuba und der unterstützung der plo” seien ja für die linke eine “historische” tradition.

Hinterm Tellerrand geht’s weiter - Artikel aus Jungle World von Ivo Bozic am 22.05.2008

Auch die Partei »Die Linke« hat gemerkt, dass man nur mit antiimperialistischen Soli-Erklärungen außenpolitisch nicht regierungsfähig wird. Aber es gibt auch ernsthaften Widerspruch in der Partei gegen Antizionismus und die Verharm­losung islamistischen Terrors.

FRN: Die Partei “Die Linke” und der Antizionismus. Gespräch mit Norman Paech - Radiointerview mit Norma Paech und Christin Löchner auf Radio Corax am 21.05.2008

Eine entscheidene Rolle bei dieser Diskussion spielt der BAK Shalom, […] der sich als Aufgabe gesetzt hat, eine grundlegende Diskussion über die Ausrichtung von fortschrittlicher Gesellschaftskritik anzuregen. [Der BAK Shalom] möchte vor allem eine schonungslose Kritik am Antisemitismus und auch am regressiven Antikapitalismus betreiben. Allerdings kritisiert der BAK Shalom auch Ihre Person, Herr Paech.

Staatsräson und Regierungsbeteiligung - Stellungnahme der Kommunistischen Plattform (KPF) der LINKE

Kein Wort der Kritik an israelischer Regierungspolitik findet sich in dem Flyer, kein Gedanke der Solidarität mit dem palästinensischen Volk und der israelischen Friedensbewegung. Und dass auf jegliche Kritik an der brandgefährlichen Politik des US-Imperialismus verzichtet und vielmehr der sogenannte Antiamerikanismus verurteilt wird, zeugt von vollkommener Verdrängung der Realitäten. Ein »manichäisches« Gut-Böse-Schema, das die Mitglieder der BAK Shalom offenbar allen vorwerfen, die ihre Positionen nicht teilen, bedienen sie selbst uneingeschränkt.

An Israels Seite - Kommentar von Sebastian Voigt im Tagesspiegel am 20.05.2008

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zu Israel ist mit einiger Verspätung nun auch in der Linkspartei angekommen. Die Linke muss sich von Revolutionsromantik und Antizionismus trennen.

Israelsolidarität bizarr - Beitrag auf www.classless.org am 16.05.2008

Daß es ohne wertkritischen Ansatz möglich ist, sich für den staatsförmigen Selbstschutz der vom personalisierenden Antikapitalismus verschiedener Couleur Bedrohten einzusetzen, ist kein eben neues Phänomen, man denke etwa an die proisraelischen Christen innerhalb und außerhalb von Regierungen sowie an “Antideutsche” bei der Grünen Jugend oder an Gysis “Staatsräson”, auch wenn das Thema gerade bei der Linkspartei nach wie vor hohe Wellen schlägt.

Die Linkspartei und “die Juden” - Beitrag auf julia-seeliger.de am 15.05.2008

Sehr gespannt bin ich auf den kommenden Bundesparteitag der “Linken”: Dort wird es ohne Zweifel auch um das Verhältnis zu Israel gehen. Kipping und Gysi versuchen ja, eine Abkehr vom linken Antizionismus einzuleiten - ob da die Basis mitziehen wird …

Richtungsstreit entzweit Linke – Spiegel Online am 15.05.2008

Der erste Aufschrei kam von weit unten aus dem Innenleben der Partei. Inzwischen ist der Ärger bis ganz nach oben gedrungen und beschäftigt demnächst gar die Bundestagsfraktion: Als Norman Paech, außenpolitischer Sprecher der Linken-Fraktion, vor wenigen Wochen in Berlin-Neukölln einen “politischen Reisebericht” zu Palästina vortrug, waren Vertreter der Linksjugend empört - der Bundesarbeitskreis Shalom (BAK Shalom) des Parteinachwuchses formulierte eine deftige Pressemitteilung: “Antizionismus in der Linken - Norman Paech als außenpolitischer Sprecher untragbar”.

Streit über Antizionismus. Israel spaltet die Linke – Artikel aus der taz vom 13.05.2008

Die “Linksjugend” streitet derzeit über Gysis Antiantizionismus offener als der Rest der Partei - und welcher Flügel dabei siegt, könnte an Norman Paech zu erkennen sein. Die Bundessprecher von BAK Shalom, Benjamin Krüger und Christin Löchner, fordern wegen dessen “ungehemmter Verbrüderung mit der terroristischen Hamas und antizionistischen Ressentiments” seinen Rücktritt: “Norman Paech ist als außenpolitischer Sprecher der Linken untragbar geworden.”