Vortrag mit Jutta Ditfurth am 19. April in Jena: Die antisemitische Querfront

By ronvarence • Apr 14th, 2016 • Category: Hauptartikel, Termine

Wir dokumentieren die Einladung zur Veranstaltung der Linksjugend Jena.

71 Jahre nach der Befreiung vom NS-Faschismus breitet sich in Deutschland die größte völkisch-rassistische Bewegung seit 1945 aus. Die ‘Pegidas’ – und als ihr parlamentarischer Arm die AfD – bringen abertausende ‘besorgte Bürger’ auf die Straße, an die Universitäten und in die Parlamente. Ihre Praxis sind rassistische Mobilisierungen gegen Migrant*innen. Sie eint der Bezug auf das ‘Volk’, das sich von ‘Überfremdung’ bedroht sieht und dafür oft auch antisemitische ‘Erklärungen’ findet. Teile der Mittelschicht reagieren auf die Weltwirtschaftskrise mit Überlebens- oder Abstiegsängsten, durch die Flucht in Rassismus, Antisemitismus und ins Autoritäre.

In dieser für Außenstehende unübersichtlichen Gemengelage entstanden Querfronten über die ‘Mitte’ hinweg, einerseits ins offen faschistische Lager und andererseits in die nationale, autoritäre Linke - auch in Teile der Linkspartei. Ähnliches war auch bei einem Vorläufer, den antisemitisch durchsetzten, vermeintlich linken ‘Mahnwachen für den Frieden’ zu beobachten, bei denen rechts und links plötzlich keine Rolle mehr zu spielen schien. Ihre angebliche Forderung nach Frieden nutzte dem Versuch des Aufbaus dieser völkischen Bewegung.

Referentin: Jutta Ditfurth ist Autorin, Soziologin, politische Aktivistin und Ökologische Linke. Für die kommunale Wählervereinigung ÖkoLinX-Antirassistische Liste so eben erneut ins Stadtparlament Frankfurt/M. gewählt.

Der Eintritt ist frei.
Gefördert vom Freistaat Thüringen

Wann?
Dienstag, 19. April 2016, 19 Uhr

Wo?
Hörsaal 6 // Friedrich-Schiller-Universität Jena // Carl-Zeiss-Str. 3

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