Mitschnitt der Veranstaltung “Waren wir nicht alle irgendwie Opfer?” mit Clemens Heni in Osnabrück

By ronvarence • May 29th, 2015 • Category: Berichte

Am 20. April referierte Clemens Heni auf Einladung der Linksjugend ['solid] Osnabrück und des Landesarbeitskreises (LAK) Shalom Niedersachsen. Die Veranstaltungseinladung ist hier dokumentiert:

Am 8. Mai 2015 jährt sich zum 70. Mal die bedingungslose Kapitulation des Nationalsozialismus. Seit vielen Jahren greift eine »Selbstversöhnungsrhetorik« in Deutschland um sich. Viele Deutsche sehen sich als Opfer, sowohl der Nazis wie der Alliierten oder »der Moderne«, die an Auschwitz Schuld sei. Diese »Heideggerisierung« setzte schon unmittelbar nach 1945 ein. Doch ein Blick in die aktuelle internationale Forschung zeigt noch viel mehr: Wie wird heute an die Shoah erinnert und in welcher Beziehung steht eine Universalisierung des Holocaust, durch die es nur noch Opfer geben soll, zum Antisemitismus? Welche Rolle spielen der Bundespräsident und die Gleichsetzung von »Rot« und »Braun«? Was bedeutet es für die Erinnerung an die beispielslosen Verbrechen der Deutschen und ihrer Verbündeten, wenn noch im Jahr 2015 ehemalige SS-Mitglieder in einem EU-Land wie Lettland aufmarschieren können? Wie wird in USA erinnert, gibt es dort ein »Ende des Holocausts«? Welche Rolle spielen in der Bundesrepublik Fußball und die schwarzrotgoldenen Fahnenmeere vom »Sommermärchen« 2006 bis hin zu Pegida für die Erinnerung an die NS-Zeit und die Shoah?

[Mitschnitt: “Waren wir nicht alle irgendwie Opfer?” Erinnerungspolitik, Antisemitismus und das deutsche “nationale” Apriori]

[Weitere Vorträge vom BAK Shalom]

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