Neuer Landessprecher*innenrat gewählt

By ronvarence • Mar 25th, 2015 • Category: Berichte, Hauptartikel

Bericht von der BAK Shalom AG Nordrhein-Westfalen von der Landesmitgliederversammlung der Linksjugend ['solid] NRW

Am vergangenen Wochenende fand in Duisburg die Landesvollversammlung (LVV) der Linksjugend [‘solid] NRW statt. Obwohl die LVV im Zentrum der NRW-Antiimp-Szene stattfand, war es für NRW-Verhältnisse eine geradezu langweilige und unspektakuläre Veranstaltung. Tumultartige Szenen blieben aus und selbst die Androhung von Gewalt hielt sich in Grenzen. Es wurde auch ein neuer Landessprecher*innenrat (LSpR) gewählt, zu dem nach langer Diskussion Gamze Özdemir und Gizem Koçkaya als, wie es hieß, „vorbelastete Personen“ nicht mehr antraten. Die beiden entschiedensten Verfechterinnen des Stalinismus in der Linksjugend [‘solid] NRW sind nicht mehr im LSpR vertreten, ansonsten dürfte aber auch vom neuen LSpR keine grundlegende Änderung der politischen Linie zu erwarten sein. Besonders erwähnenswert bei der Besetzung des neuen LSpR ist, dass mit Selena Bahar Akdaş von der Linksjugend Solid Krefeld eine bekennende Kemalistin in den LSpR gewählt wurde. Es bleibt abzuwarten, ob diesbezüglich Konsequenzen seitens der Linksjugend NRW und ihr nahestehender Organisationen gezogen werden.

In NRW herrschen sowohl im Landesverband der Partei als auch im Jugendverband ein grundsätzlich anderes politisches Klima als in anderen Bundesländern, weshalb sich auch die Aufgaben einer BAK Shalom-AG etwas anders gestalten. Während es in anderen Landesverbänden möglich ist, sich in Kooperation mit Partei und Jugendverband auf Bildungsarbeit zu Themen wie Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressive Kapitalismuskritik zu konzentrieren, muss eine AG in NRW auch in besonderem Maße dem Antisemitismus in der Linken und der Linksjugend den Kampf ansagen. Aus diesem Grund werden wir unter anderem die geplante, aber auf der LVV letztendlich nicht behandelte Gründung eines „Landesarbeitskreis Nahost“ im Auge behalten, denn nicht erst seit der Gründung einer „LAG Nahost“ der Linken in Niedersachsen und den Ereignissen um den „AK Nahost Leipzig“ ist bekannt, dass solche Arbeitskreise selten andere Ziele haben als die Dämonisierung und Delegitimierung Israels.

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