Bericht vom 17. Bundestreffen des BAK Shalom

By stfn • Oct 13th, 2011 • Category: Berichte

Vom 07. bis 09. Oktober fand in Gailhof bei Hannover das mittlerweile 17. Bundestreffen des BAK Shalom statt. Hierbei diskutierten die Mitglieder über die jüngsten Antisemitismusbeschlüsse der LINKEN-Bundestagsfraktion und über die Möglichkeit, die Diskussion über Antisemitismus in der LINKEN konstruktiv zu begleiten.

Für den BAK Shalom hat die Debatte der letzten Monate gezeigt, dass es noch immer viel Nachholbedarf bei der LINKEN gibt, um antisemitischen Äußerungen und Handlungen – vor allem, wenn es um das Verhältnis zu Israel geht – konsequent entgegen zu treten. Ziel muss es sein, Antisemitismus in jeder Form unmöglich zu machen.

Hierbei wurde deutlich, dass es nicht reicht, mit Stellungnahmen und Positionen kritisch zu intervenieren. Vielmehr beruht eine langfristige Veränderung der innerparteilichen Verhältnisse auf engagierter Bildungsarbeit, um Partei und Jugendverband für antisemitische Äußerungen besser sensibilisieren zu können.

Deshalb soll der bereits eingeschlagene Weg der Bildungsarbeit weiterverfolgt und ausgebaut werden. Hierzu zählt die Erstellung eines eigenen ReferentInnenpools, einer Literaturliste und die Aufzeichnung der Vorträge, die im Rahmen von BAK und LAK Shalom Veranstaltungen gehalten werden.

Für das verbleibende Jahr wurden drei zentrale Veranstaltungen konzipiert. Diese finden im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus statt. Am 04. November begrüßen der AK Antisemitismus beim Studienwerk der Rosa Luxemburg Stiftung und der LAK Shalom Berlin Alex Feuerherdt. Dieser wird zum Mythos »Nakba«: Die Entstehung Israels – Legenden und Wirklichkeit referieren.

Am 25. November werden Klaus Lederer, Katharina König und Prof. Dr. Mario Keßler unter dem Titel „Die LINKE ein halbes Jahr nach der Antisemitismusdebatte – Ist das Glas halb leer oder halb voll?“ die Auswirkungen der in diesem Sommer stattgefundenen Auseinandersetzung über Antisemitismus von links diskutieren und die Frage beantworten, ob Die LINKE künftig weiterhin mit antisemitischen Aktionen auffallen wird oder ob die Partei doch eine substantielle Veränderung durchläuft und Antisemitismus unmöglich macht. Die Einladung und weitere Informationen über die Podiumsdiskussion folgen in Kürze.

Den Abschluss der Aktionswochen gegen Antisemitismus wird ein Vortrag von Olaf Kistenmacher bilden. Er wird am 06. Dezember eine Einführung in die Kritik des Antiimperialismus geben. Auch hier werden die Einladung und weitere Informationen noch folgen.

Neben der Veranstaltungsplanung für das restliche Jahr wurde auch ein Papier zum Vorwurf des sogenannten „pinkwashing“ durch Israel diskutiert. So wird Israel vorgeworfen, durch ein schwulenfreundliches Selbstbild von der Politik gegenüber den PalästinenserInnen abzulenken. Das Papier soll Ende 2011 oder Anfang 2012 als Flyer gedruckt und verteilt werden. Außerdem soll zum Thema ein Workshop konzipiert werden, der einen Einstieg in die Problematik ermöglichen soll.

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