MdB Höger und der Zionismus

By pandona • Apr 26th, 2011 • Category: DIE LINKE, Hauptartikel

MdB Inge Höger, inoffizielle nahostpolitische Sprecherin der Partei “Die Linke”, Anwältin der Menschenrechtsorganisation Hamas und Fachfrau für zionistische Raub- und Mordmauscheleien, beschenkt seit ihrer Entführung, Folterung und Beinaheermordung durch israelische Killerbestien in Uniform die deutschsprachige Welt regelmäßig mit wertvollen Erkenntnissen über den Nahostkonflikt im Allgemeinen und Israel im Speziellen. Unter anderem hat sie herausgefunden, dass der ostjordanische Teil des historischen Palästina, der heute Jordanien heißt, gar kein Teil des historischen Palästina sei (”Israel [wurden] rund 56 % des historischen Palästina zugeschrieben.“), dass die Hamas gar keinen Krieg gegen Israel führe (”Als wären sie im Krieg, können sich die Menschen [in Gaza] ohne Essensgutscheine nicht ernähren.“), und dass sich jede deutsche Regierung seit 1945 zum Komplizen der Zionisten gemacht habe: “Die Komplizenschaft aller Bundesregierungen seit Adenauer muss aufgedeckt werden.

Kürzlich teilte sie unter Bezugnahme auf die Ermordung des “Aktivisten” Vittorio Arrigoni in Gaza der interessierten Öffentlichkeit ihre Erkenntnis mit, da man “nicht kategorisch davon ausgehen” könne, “dass wirklich eine salafitische Gruppe als Mörder von Vittorio in Betracht kommt”, müsse man kategorisch davon ausgehen, Verzeihung, kategorisch annehmen, dass wieder einmal Israel seine Finger im Spiel habe, immerhin gebe es “immer wieder Fälle von Kollaboration von Palästinensern mit Israel bei der Ermordung von Palästinensern.

Weswegen das Hamas-Regime in Gaza auch seit Jahren keine andere Wahl hat, als Kollaborateure vorsorglich zu verstümmeln oder mittels Hinrichtung von dem schrecklichen Gift zu erlösen, das sie dazu zwingt, öffentlich den Eindruck zu erwecken, nicht mehr entschlossen genug den heiligen Vernichtungskrieg gegen die Juden zu unterstützen und auf diese Weise die vorbildlich sozialistische Glücksbärchirepublik Gaza in ihrer Wehrhaftigkeit zu schwächen, obwohl jeder Mann, jede Frau und jedes Kind vollen Einsatz bringen muss, um die Bärchis vor den Klauen der jüdisch-imperialistischen Völkermordbestie aus der Nachbarschaft zu retten.

Aber gut, so meinte sie das alles nun auch wieder nicht, die Genossin Höger. Sie hat nichts gegen Juden, hat bestimmt jüdische Freunde oder wenigstens schon mal eine krumme Nase gesehen, ohne deren Besitzer zu fragen, wie er zur israelischen Vernichtungspolitik stehe.

Sie hat auch nichts gegen Israel an sich, sondern kritisiert nur konkrete Entscheidungen der israelischen Politik, zum Beispiel die Entscheidung, das Recht der Palästinenser auf kriegerische Akte gegen Israel nicht anzuerkennen und folgerichtig auf den permanenten Beschuss israelischen Territoriums mit Qassam-Raketen aus Gaza nicht mit Blumengruß und einer Öffnung der Grenzen für Waffenimporte zu reagieren, sondern mit Abschottung und Militärschlägen:

Seit Jahren wird die Bevölkerung Gazas ausgehungert und wahllos bombardiert. (…) Dagegen haben die Palästinenser ein Recht auf Widerstand!

Um diesen unhaltbaren Zuständen etwas entgegenzusetzen, engagiert sich die Genossin Höger u.a. für die “Free Gaza”-Bewegung, eine gemäßigt israelkritische Organisation, die wegen ihres Engagements unverschämten Vorwürfen ausgesetzt ist, so zum Beispiel dem Vorwurf, Israel an den Pranger stellen zu wollen. Wer diesen Vorwurf äußert, wird zurechtgewiesen: “Wenn du uns (…) unterstellst, unser eigentliches Ziel sei, ‘Israel an den Pranger zu stellen’, dann hast du die Vorstellungen der Free-Gaza-Bewegung nicht zur Kenntnis genommen.

Hier hat die Genossin Höger völlig Recht, wie ein Blick auf die Internetpräsenz der Bewegung verrät. Dieser geht es tatsächlich nicht darum, Israel an den Pranger zu stellen:

“Im Mai 2008 ist der 60. Jahrestag der Nakba (…) als die Mehrheit der Palästinenser zwangsweise aus dem Land ihrer Vorväter ausgewiesen wurde, damit der Staat Israel gegründet werden konnte. Entgegen internationalem Recht, Menschenrechten und moralischen Grundprinzipien fährt Israel damit fort, diesen Flüchtlingen und ihren Nachkommen ihr Recht, nach Hause zurückzukehren, zu verweigern.(…) Stattdessen vegetieren mehr als 5 Millionen palästinensische Flüchtlinge in Flüchtlingslagern, während ihre Häuser, Höfe und Grundstücke von den jüdischen Einwanderern bewohnt werden, die von überall auf der Welt in Palästina ankamen.

Die historische illegale Aneignung von palästinensischem Land, von Heimstätte und Erbe, steht im Zentrum des Nahostkonflikts.”

Wir halten fest: Die Juden hätten fünf Millionen Palästinenser vertrieben und sich auf deren angestammten Boden breitgemacht. Und wundern uns, dass es immer noch nicht sechs Millionen sind – hier wären die Genossin Höger und ihre Mitkritiker_Innen und -_Außen gefragt, in Flüchtlingsfamilien einzuheiraten und kräftig neue Flüchtlinge zu zeugen. Die Richtlinien der UNRWA erlauben das. Der “Free Gaza”-Bewegung jedenfalls, wir wissen es nun, wird Unrecht getan. Sie will Israel nicht anprangern, sondern nur auslöschen.

Dass sich Bundestagsabgeordnete mit solchen Bewegungen solidarisieren, muss hingenommen werden. Es gibt keinen Antisemitismus mehr. Antisemitismus bedeutet, in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts alle Juden der Welt mit Zyklon B ausrotten zu wollen. Antisemitismus entstand und starb mit Hitler. Antizionismus? Eine Hohlformel, ersonnen von der vorrangig im Geheimen agierenden weltweit tätigen zionistischen Lobby, die mit der ihr eigenen Arroganz und Heimtücke versucht, die freien Völker der Welt unter ihre Knute zu zwingen, da sie, stinkreich aber heimatlos und bis ins Mark verdorben, den freien Völkern gutes Blut und eigenen Boden neidet. Eine Hohlformel, ersonnen, um legitime Kritik an dieser Weltgeißel mittels Worttotschlag im Keim zu ersticken.

25.4.2011, LAK Shalom Bayern

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