Pressemitteilung | 12. August 2010 | “…und im Zweifelsfall knallt man diesem faschistischen Regime in Israel einen vor den Latz.”

By stfn • Aug 12th, 2010 • Category: Hauptartikel, Presseerklärungen

In einer bizarren Propaganda-Tournee bringen die ehemaligen TeilnehmerInnen der Free Gaza-Flotille Annette Groth, Inge Höger und Norman Paech zur Zeit ihre Version der islamistischen Feindfahrt gegen Israel unters deutsche Volk. Sie verfahren getreu dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“, wo Selbstkritik oder allenfalls schamhaftes Schweigen angebracht wäre. Dabei stellen sie sich dumm und arbeiten mit dreisten Auslassungen. Die offensichtlichen Verbindungen ihrer Bootskameraden zu islamistischen und faschistischen Kreisen werden frech geleugnet oder als israelische Propaganda abgetan.

Außerhalb der von Groth, Höger und Paech bespielten Schulaulen und Hörsälen dürften die Märchen vom Frauendeck allerdings kaum verfangen. Trotz des offensichtlichen Imageschadens rührt sich in der Linkspartei kaum etwas, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten oder wenigstens Schadensbegrenzung zu betreiben. Abgesehen von einer Wortmeldung Petra Paus scheint sich die Partei kollektiv entschlossen zu haben, die Causa auszusitzen – was einer Duldung dieser bisher schlimmsten antizionistischen Ausfälle gleich kommt und das ist noch die freundlichste der möglichen Deutungen.

Wer das öffentliche Schweigen als freundliches Angebot an die Schiffsreisenden verstand, sprichwörtliches Gras über die Sache wachsen zu lassen, wird umgehend eines Besseren belehrt. Den entstandenen ideologischen Freiraum nutzt zuerst Norman Paech zu einer abenteuerlichen Neudeutung des Völkerrechtsverständnis der LINKEN. Auf einer von LINKEN-MdB Jan van Aken moderierten Veranstaltung lässt sich Paech unter freudigem Johlen des Publikums zur Forderung nach einem Bundeswehreinsatz gegen Israel hinreißen. Die aus dem Publikum vorgetragene Möglichkeit im Rahmen einer weiteren Gaza-Flotte „diesem faschistischen Regime in Israel einen vor den Latz“ zu knallen, nennt Paech „eine Idee“ und weiter: „Man könnte die Bundesmarine auffordern, den nächsten Konvoi zu begleiten…“.

Norman Paech ist mittlerweile geübt in der Relativierung seiner eigenen verbalen Ausfälle. So tat er die kaum verhohlene Forderung nach einem Einsatz deutscher SoldatInnen gegen Israelis im Nachgang als Ironie ab. Bereits im Jahr 2008, als Paech die israelischen Opfer des palästinensischen Raketenterrors mit einer verharmlosenden Äußerung über „Neujahrsraketen“ verhöhnte, wollte er lediglich Dritte zitiert haben. Auch zwei Jahre später sind Paechs Ausflüchte nicht glaubwürdiger.

Die Ankündigung von Fraktionssprecher Hendrik Thalheim, dass Abgeordnete der Linkspartei zukünftig nicht mehr an solchen Unternehmungen teilnähmen, ist zwar wohlfeil, aber wertlos. Inzwischen nämlich wurde das Kreuzfahrtbusiness von der Bundestagsfraktion zum Studentenverband SDS und dem Bundesarbeitskreis Antimilitarismus und Frieden der Linksjugend ['solid] ausgelagert: Auf der offiziellen Emailliste der Linkspartei-StudentInnen wird bereits um TeilnehmerInnen für die nächste Gaza-Flotte geworben.

Bleiben derlei Ausfälle unwidersprochen, geht die Salamitaktik der AntiimperialistInnen auf. Die Kräfte innerhalb der Linkspartei, die sich bisher einem antizionistischen Konsens widersetzt haben, müssen dem offensiv entgegentreten oder sie lassen zu, Stück für Stück hinter den Stand der Auseinandersetzung zurückzufallen, der seit Gysis Israel-Rede im Jahr 2008 erreicht werden konnte.

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9 Responses »

  1. Gibt es eigentlich in dieser Sache irgendwelche Unterschied zwischen den Positionen der Linken und der NPD (oder der NSDAP)?

  2. Genau deswegen brauchen wir eine Organisationsstruktur in der Partei.
    Aus der “Provinz” kann man nicht viel machen.

    Gruss Frank

  3. [...] lediglich Dritte zitiert haben. Auch zwei Jahre sp

  4. [...] linke-nahe BAK-SHALOM veröffentlichte am 12.8.2010 eine Pressemeldung. Sie trägt die Überschrift: “Und im Zweifelsfall knallt man diesem faschistischen Regime in [...]

  5. Mit dieser Aktion “ship-to-gaza” und der Beteiligung von führenden Mitgliedern der Partei “Die Linke” wird ein Bündnis sichtbar, bei dem das Gros der deutschen Linken sich an der Seite der faschistoiden “Hamas” sieht. Diesem Bündnis ging ein Bündnis voraus, dass illegale und legale Gruppen der radikalen Linken in West-Berlin und West-Deutschland seit den späten 1960er Jahren eingegangen sind, als sie sich in Lagern der PFLP oder der PLO (Fatah) militärisch ausbilden ließen. Diesem Bündnis ging das Bündnis der kommunistischen SED voraus, die seit den 1960er Jahren, die israelfeindlichen Staaten, z. B. Syrien oder Ägypten mit Waffen und Munition versorgt haben. Der Anti-Zionismus war und ist dabei die Ideologie, die den in der deutschen radikalen Linken innewohnenden aggressiven Anti-Semitismus verdeckt(e).

  6. [...] Existenzrecht Israels” philosophieren oder die Bundesmarine gegen Israel in den Krieg schicken wollen, zu ignorieren – und “nach Israel und in die palästinensischen Gebiete” zu [...]

  7. [...] Existenzrecht Israels” philosophieren oder die Bundesmarine gegen Israel in den Krieg schicken wollen, zu ignorieren – und “nach Israel und in die palästinensischen Gebiete” zu [...]

  8. [...] Anette Groth ist neben Inge Höger, Norman Paech und Jan van Aken eine brennende bundesweite bekannte Israelhasserin, deren Partei DIE LINKE  den Skandal um ihre Teilnahme an der Gaza-Flotille 2010, bis auf die scharfe Kritik von Petra Pau, ausgesessen hat. http://bak-shalom.de/index.php/2010/08/12/und-im-zweifelsfall-knallt-man-diesem-faschistischen-regim... [...]

  9. [...] Anette Groth ist neben Inge Höger, Norman Paech und Jan van Aken eine brennende bundesweite bekannte Israelhasserin, deren Partei DIE LINKE  den Skandal um ihre Teilnahme an der Gaza-Flotille 2010, bis auf die scharfe Kritik von Petra Pau, ausgesessen hat. http://bak-shalom.de/index.php/2010/08/12/und-im-zweifelsfall-knallt-man-diesem-faschistischen-regim... [...]

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