Führung durch die größte Synagoge Deutschlands in der Berliner Rykestraße

By • Apr 1st, 2009 • Category: Termine

Am 14.Mai veranstalten der Landesarbeitskreis Shalom Berlin der Linksjugend [’solid] und die Jusos Berlin als Teil ihrer gemeinsamen Veranstaltungsreihe gegen Antisemitismus eine Führung in der Synagoge Rykestraße in Prenzlauer Berg.

Dadurch, dass die Synagoge auf dem Hof zur Straße stand, wurde die vollständige Zerstörung während der Reichspogromnacht 1938 verhindert. Nachbargrundstücke sollten durch eine Zerstörung nicht gefährdet werden. Jedoch wurde das Innere der Synagoge geschändet, Rabbiner und Gemeindemitglieder wurden in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Nach 1940 wurde die Synagoge als Pferdestall missbraucht.
Als einzige erhaltene Synagoge in Ost-Berlin wurde sie nach einer umfangreichen Renovierung 1953 wieder geweiht. Die Synagoge wurde zum Zentrum des Judentums der DDR. 1961 hatte die Gemeinde noch 3000 Mitglieder, 1990 waren es etwa nur noch 200 Mitglieder und die Gemeinde war auf externe Rabbiner und Kantoren angewiesen.
Im September 2004 wurde das 100.Jubiläum gefeiert. Zu der Veranstaltung, zu der der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin Albert Meyer lud, nahm auch der israelische Botschafter Schimon Stein teil.
Nach etwa dreijährigen Umbaumaßnahmen wurde die Synagoge zeitgleich zum Beginn der Jüdischen Kulturtage am 31.August 2007 wieder eröffnet.

Nachdem der zuerst angedachte Termin am 16.April, aufgrund des Pessach-Festes nicht stattfinden kann, wurde die Führung auf Donnerstag den 14.Mai verlegt. Beginn ist 17:00 Uhr.

Anmeldungen für die Führung bitte bis zum 10.Mai an: veranstaltungsreihe[at]shalom-berlin.com.

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