30 Jahre islamische Revolution im Iran

By stfn • Mar 16th, 2009 • Category: Hauptartikel, Termine

Am 1.April 2009 jährt sich zum 30.Mal der Tag, an dem durch Ajatollah Chomeini die Islamische Republik Iran ausgerufen wurde. Seitdem wurden durch die Mullahs zehntausende Menschen misshandelt und ermordet. Die klerikalfaschistische Diktatur bekämpft mit einer harten Linie jede Form von Individualismus und Aufklärung. Systematisch werden im Iran Proteste von Student_innen und Gewerkschafter_innen zerschlagen, Frauen brutal unterdrückt, nationale und religiöse Minderheiten, Schwule und Lesben und Regimegegner_innen verfolgt. Hinrichtungen und Folter, auch an Minderjährigen, sind an der Tagesordnung. Staatliche Willkür, Armut und Korruption sind allgegenwärtig.

Als “schlimmste Verbrechen“ gelten im Iran Homosexualität und die Abkehr vom Islam – beide “Verbrechen“ werden durch Hinrichtung bestraft. Oft wird diese Strafe durch das Mittel der Steinigung vollstreckt.

Ebenfalls bedroht durch die iranischen Klerikalfaschistischen sind Jüdinnen und Juden - besonders gilt das für Israel, aber auch durch Anschläge bedrohte jüdische Menschen im Rest der Welt. Der Iran arbeitet mit Hochdruck am Bau der Atombombe und iranische Führer wie Chomeini, Rafsandjani und Ahmadinejad haben in Brandreden immer wieder zur Vernichtung des jüdischen Staates aufgerufen. Zudem bildet das Regime Kämpfer von antisemitischen Terrororganisationen - wie Hamas und Hisbollah – militärisch aus, finanziert diese und beliefert sie mit Waffen.

Wir wollen mit den Gästen, die wir eingeladenen haben, über diese anhaltenden Zustände im Iran und dem Umgang damit außerhalb des Landes diskutieren. Dazu gehört auch, dass die benannten Menschenrechtsverletzungen im Fokus der deutschen Öffentlichkeit kaum eine Rolle spielen und stattdessen die deutsche Wirtschaft einen regen Technologiehandel mit dem Regime betreibt und die Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte immer gegen Sanktionen angekämpft haben.

Es diskutieren die Gäste:

- Dr. Wahied Wahdat-Hagh (European Foundation for Democracy, Brüssel)
- Sergej Lagodinsky (Sprecher des Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten, Berlin)
- Anne Vester (Bundesarbeitskreis Shalom der Linksjugend [’solid], Köln)
- Andreas Benl (Autor und Mitinitiator der Kampagne STOP THE BOMB!, Hamburg)

Moderiert wird die Veranstaltung von Ulrike Becker (Mideast Freedom Forum Berlin, Berlin)

Sonntag den 29.März 2009 | 17:00 Uhr | Seminarraum der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Neuen Synagoge (Oranienburger Straße 28/30 - S-Bahnlinien 1, 2, 25 und Straßenbahnlinien M1, M6 bis Oranienburger Straße)

Eine Gemeinsame Veranstaltung des BAK Shalom der Linksjugend [’solid] und den Jusos in der SPD Berlin.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Tagged as: , , , ,

stfn is
Email this author | All posts by stfn

One Response »

  1. [...] zur Podiumsdiskussion: “30 Jahre islamische Revolution im Iran” am 29.März 2009 im Seminarraum der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Neuen Synagoge von Philipp [...]

Leave a Reply