Pressemitteilung | 23. Januar 2009 | Nicht mit zweierlei Maß messen

By • Jan 23rd, 2009 • Category: Presseerklärungen

Pressemitteilung | BAK Shalom der Linksjugend [‘solid] | 23.01.2009 – Zur anhaltenden Debatte innerhalb der LINKEN bezüglich des Gazakonfliktes erklärt Benjamin Krüger, Sprecher des BAK Shalom:

Im Zuge der Debatte darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. So wird dem Landesvorsitzenden der LINKE. Berlin Klaus Lederer in einem offenen Brief vorgeworfen, er hätte sich und die Partei durch einen Auftritt auf einer u.a. von der jüdischen Gemeinde organisierten israelsolidarischen Kundgebung am 11.01.2009 in Berlin in eine „unerträgliche Nähe mit aktiven Unterstützern des gegenwärtigen Krieges gebracht”. Diese Behauptung entspricht nicht den Tatsachen. Die auf der Kundgebung von ihm gehaltene Rede war abgewogen gegenüber beiden Akteuren der Auseinandersetzung, wobei zugleich der Anlass für die aktuelle Eskalation offen benannt wurde.

Die Demonstration war keine kriegsverherrlichende Veranstaltung, was sich unter auch daran zeigt, dass sie mit einer Gedenkminute für die zivilen Opfer auf beiden Seiten begonnen wurde. Derartige Zeichen von Versöhnung und Empathie gegenüber den Kriegsopfern haben wir bei den meisten antiisraelischen Demonstrationen schmerzhaft vermisst.

Klaus Lederer betonte auch, dass Krieg und militärische Eskalation niemals aus sich selbst heraus die Lösung von Konflikten darstellen können. Er machte außerdem mit Nachdruck deutlich, dass der aktuelle Gazakonflikt keinesfalls zum Anlass genommen werden darf, auf Demonstrationen gegen den Krieg antisemitische Stereotype aufleben zu lassen.

Solidarisierung mit Israel bedeutet für uns auch immer eine Solidarisierung mit allen Palästinenserinnen und Palästinensern, die für eine Zwei-Staaten-Lösung und einen säkularen Staat Palästina eintreten. Ihnen muss die Solidarität der Linken gehören.

Die vom Fraktionsvorsitzenden der LINKEN Gregor Gysi in seiner Bundestagsrede am 14.01.2009 aufgeworfenen fünf Punkte für eine Lösung des Konfliktes versuchen, einen pragmatischen Weg zur Lösung der komplexen Situation im Nahen Osten aufzuzeigen. Wir begrüßen sie ausdrücklich als eine wichtige Diskussionsgrundlage für die Auseinandersetzung innerhalb der Partei.

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2 Responses »

  1. […] habe. Über Stellungnahmen verschiedener Parteiflügel kann man sich hier und hier und hier informieren; über das Interesse der parteinahen Medien hier und hier und hier; und über […]

  2. unfassbar.

    “Die vom Fraktionsvorsitzenden der LINKEN Gregor Gysi in seiner Bundestagsrede am 14.01.2009 aufgeworfenen fünf Punkte für eine Lösung des Konfliktes versuchen, einen pragmatischen Weg zur Lösung der komplexen Situation im Nahen Osten aufzuzeigen. Wir begrüßen sie ausdrücklich als eine wichtige Diskussionsgrundlage für die Auseinandersetzung innerhalb der Partei.”

    mit der rede im bundestag hat sich doch gysi in eine reihe mit paech gestellt. die rede war eine unfassbare anmaßung und selbst für mich eine der ekelhaftesten reden, die ich jemals aus dem mund des gysi gehört habe.

    siehe auch: http://kotzboy.com/?p=2073

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