Pressemitteilung | 15. Januar 2009 | Jürgen Elsässer

By • Jan 15th, 2009 • Category: Presseerklärungen

Die aktuelle Initiative von Jürgen Elsässer, eine „Volksinitiative gegen das Finanzkapital” zu gründen, zeigt ganz offen, um welch Geistes Kind es sich bei Elsässer handelt. Dass er mit seiner Initiative von der NPD und in rechtsextremen Medien bejubelt wird, ist nur die logische Konsequenz daraus.So schreibt Jürgen Elsässer über die Absicht seiner „Volksinitative”
u. a.: „Hauptaufgabe der Linken ist der Aufbau einer Volksfront, die das national bzw. ‚alt-europäisch’ orientierte Industriekapital einschließt. […] Hauptaufgabe der Volksfront ist die entschädigungslose Nationalisierung des Finanzsektors und die Abdrängung der anglo-amerikanischen Finanzaristokratie aus Europa, in der Perspektive ein eurasisches Bündnis. […]”1

Diese rechtsextremen Positionen sind in keiner Weise mit einer emanzipatorischen Linken vereinbar. Den Kapitalismus nicht als ein soziales Verhältnis zu begreifen, sondern ihn auf die ‚anglo-amerikanische Finanzaristokratie’ zu reduzieren, ist eine originäre Nazi-Position. Dass derartige Positionen heute wieder von Linken vertreten werden, erinnert an die dunkelsten Kapitel der Geschichte der KPD. Eine nationalbolschewistische Volksfrontpolitik, wie sie Jürgen Elsässer propagiert, ist nichts anderes als eine Querfrontpolitik. Von den Nazis der NPD wird sie auch so verstanden und entsprechend kommentiert:

„Die NPD Berlin erklärt sich zur Zusammenarbeit mit Elsässer in seiner Volksfront bereit und erhofft auch von dieser Seite ein unverkrampftes und von gesellschaftlichen Tabus befreites Herangehen an Bündnisse und Koalitionen zur Brechung der Macht des globalen Finanzkapitals.”2

Dass Jürgen Elsässer Mitarbeiter der LINKEN nahe stehenden Zeitung Neues Deutschland ist, ist spätestens jetzt unhaltbar geworden. Wir fordern daher die Verantwortlichen auf, Jürgen Elsässer unverzüglich zu entlassen.
Es ist nicht tolerierbar dass Elsässer in der Öffentlichkeit verkündet zwar mit rechten Organisationen zusammenarbeiten zu wollen – die NPD aber nicht dazu zähle – und dann vor bekannten Nazis eine Veranstaltung abhält. So geschehen am 10.Januar auf seiner Veranstaltung in einer Kneipe in Berlin-Kreuzberg. Unter Elsässers Gästen war auch der bundesweit bekannte Holocaustleugner Gerd Walther.3

Wir finden es außerdem mehr als bedenklich, dass in der Vergangenheit Politiker_innen der LINKEN eine Zusammenarbeit mit Elsässer gefördert haben. An dieser Stelle möchten wir auf die Initiative des Hamburger Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend [‘solid] hinweisen, der sich gegen die geplante Veranstaltung „Terrorziel Europa – das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste” von Jürgen Elsässer und Norman Paech am 18. Januar in Hamburg ausspricht. Die Veranstaltung abzusagen und sich von Elsässers Positionen zu distanzieren, ist das Mindeste, was wir von Norman Paech und dem Vorstand des Landesverbands der Hamburger LINKEN fordern.

Für Rückfragen:
Henning Wötzel-Herber (LAK Shalom Hamburg) | henning.woetzel-herber@bak-shalom.de
Benjamin Krüger (BAK Shalom) | 015112792501

Weitere Informationen:
http://shalomhamburg.blogsport.de

1 http://www.radio-utopie.de/2008/12/18/Volksinitiative-gegen-Finanzkapital-gegruendet

2 http://berlin.npd.de/index.php?sek=0&pfad_id=12&cmsint_id=1&detail=373

3 http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel…

3 Responses »

  1. Elsässer und Paech, mein Gott, was sind das den für komische Altlinke aus dem Westen, die der “Linken Partei” nur schaden..! Egal, lasst sie doch tapfer kämpfen gegen das “jüdische Finanzkapital”. Das öffnet vielen die Augen über diese Partei, die man eigentlich wählen sollte. Aber nicht mit diesen Antisemi…(oh pardon: “Israelkritikern”).

  2. hört auf mit eurer antilinken hetze.elsässer hat nichts mit der npd zu tun wie ihr sugeriert.ich auch nicht und werde dies auch nie wollen.aber eine querfront mit rechten finde ich trotzdem gut.

  3. […] Und ein kleiner Artikel über Juden im Iran und über den Betreiber des betreffenden Blogs. Auch intressant, eine Pressemitteilung des BAK Shaloms. […]

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