Bericht vom 6. Bundestreffen des BAK Shalom vom 03. bis 04. Oktober in Hamburg

By Milch&Honig • Oct 11th, 2008 • Category: Berichte

Am Vorabend seines Bundestreffens in Hamburg lud der Bundesarbeitskreis Shalom gemeinsam mit dem ABC Bildungszentrum Hüll zu einer Diskussionsveranstaltung im Stadtteilzentrum Kölibri. Auf dem Podium diskutierten Matthias Küntzel (Politikwissenschaftler und Publizist), Stefan Hensel (DIG Jugendforum), Benjamin Krüger sowie Christin Löchner (beide BAK-Shalom) zum Thema „Eine Welt ohne Antisemitismus – vom Reden zum Handeln“, die Moderation wurde durch Sebastian Voigt als Vertreter des SPME übernommen.

Benjamin Krüger und Christin Löchner berichteten über die Arbeit des BAK Shalom im Jugendverband der LINKEN und den damit verbundenen Anfeindungen aus dem regressive-antiimperialistischen Lager in Jugendverband und Partei. Als ob der Vortrag eines praktischen Beispiels bedurft hätte, versuchte die im Saal anwesende Mitarbeiterin des Linkspartei -Abgeordneten Norman Paech die Veranstaltung mit massiven Zwischenrufen zu stören.

Matthias Küntzel ging vor allem auf die Gefahr des Iran für die Existenz Israel ein. Es sei unfassbar, wie sich die deutsche Politik in dieser Frage von wirtschaftlichen Interessen leiten ließe und die offensichtliche Gefährlichkeit des iranischen Atomprogramms ignoriert. Küntzel erläuterte dabei die besondere Rolle des islamischen Antisemitismus und gab einen kurzen Abriss zu seiner Entstehung.

Die Veranstaltung war mit über 100 Teilnehmern sehr gut besucht und das Publikum brachte sich mit Thesen und Fragen sehr lebhaft in die Debatte ein. Für den BAK Shalom hat sich auf dieser Veranstaltung gezeigt, wie aktuell und kontrovers die Fragen sind, die wir mit unserer Arbeit aufwerfen.

 

Neben den interessanten Berichten aus den einzelnen Landesarbeitskreisen (Berlin, Brandenburg, Hamburg, NRW und Sachsen), ging es am Freitag beim 6. Bundestreffen des BAK Shalom vor allem um die Vorbereitung weiterer Veranstaltungen. So ist geplant, eine Wanderausstellung zum Thema „Auschwitz – nie wieder! Erinnern statt vergessen“ zum Gedenken an den 09.11. nach Berlin zu holen. Aber auch für das kommende Jahr wurden konkrete Veranstaltungsvorschläge besprochen und weiter konkretisiert. Neben der allgemeinen Thematik Nahost wollen wir die Debatte zur Gefahr durch das iranische Atomprogramm innerhalb des Jugendverbandes und der Partei weiter vorantreiben und konstruktiv befördern.

Am Freitag kam es dann leider zu unschönen Szenen nachdem einzelne Mitglieder des BAK Shalom sich dazu entschlossen hatten an einer Demo gegen die Einheitsfeierlichkeiten zu beteiligen und verschiedene Mitglieder auf diese Demo eine Israelfahnen mitgebracht hatten. Dort kam es dann zu Übergriffen durch andere Demoteilnehmer (siehe Pressemitteilung des BAK Shalom vom 04.10.2008).

Am Samstag stand vor allem das Thema Bildung im Mittelpunkt der weiteren Besprechungen.

So haben wir u. a. über die Planung einer Reise nach Israel und die PA für das kommende Jahr diskutiert und haben uns darauf geeinigt, dass wir dieses Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem BspR weiter forcieren werden. Zudem soll es zum Ende des Jahres einen BAK-Reader geben, der bereits vorhandenen Texten des BAK Shalom zusammenfassen und weitere empfehlen soll.

In Vorbereitung des nächsten zentralen Bundestreffen aller Arbeitskreise vom 14. bis 16. November in Hannover wurde zudem beschlossen, erneut eine Veranstaltung anzubieten, um mit den Kritikerinnen und Kritikern des BAK Shalom in eine inhaltliche Auseinandersetzung zu treten.

Die Mitglieder des BAK Shalom hoffen in diesem Zusammenhang, dass es zu keinen weiteren Übergriffen auf die Arbeit des BAK Shalom durch Mitglieder des Jugendverbandes kommt und es möglich ist, eine konstruktive Atmosphäre auf dem nächsten zentralen Bundestreffen aufzubauen.

 

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