Ein Frieden im Nahen Osten – Ein Frieden für alle Menschen in der Region

By stfn • Jul 22nd, 2008 • Category: Berichte

Der BAK SHALOM hatte am vergangenen Sonntag zu einer Veranstaltung mit Dr. Wattad geladen, um die Möglichkeiten einer Versöhnung zu diskutieren.

Dr. Mohammed Wattad ist arabischer Israeli und derzeit Visiting Scholar am Max-Planck-Institut für Ausländisches und Internationales Strafrecht. Er beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Debatte, die um Israel und den Nahost-Konflikt geführt wird und ist Gewinner des zweiten „Best Oralist“ Awards der Annual Moot Court Competition on International Criminal Law.

Nach einer Einführung und einem Grußwort im Namen des Vorstands der Vereinigung Scholars For Peace in the Middle East, Germany (SPME) hielt der Gast im Konferenzraum I des Karl-Liebknecht-Hauses in Berlin ein einstündiges Referat über die schwierige Ausgangslage im Nahen Osten, die Konflikte zwischen Israel und Syrien sowie dem Libanon und gab abschließenden einen Ausblick auf einen möglichen Weg zu einer friedlichen Lösung der vorherrschenden Konflikte.
Es gibt viele Baustellen im Nahen und Mittleren Osten. Eine der bedeutendsten ist sicher die Frage eines künftigen palästinensischen Staates. Sichere Grenzen für die Menschen in der Westbank und dem Gaza-Streifen, eine funktionierende Infrastruktur und ein demokratisch organisiertes Gemeinwesen in Palästina, können auch für Israel Sicherheit und Frieden bedeuten.

Hierbei machte er zum einen deutlich, dass nur eine Zwei-Staaten-Lösung die Situation entspannen wird. Israel sei bereit auch schwierige Zugeständnisse zu machen, wenn dafür Garantien für dessen Sicherheit damit einhergingen. Hierbei deutete er an, dass nicht alle unveränderbar geltenden Streitpunkte, tatsächlich unüberwindbar seien. Die Golan-Höhen oder Ost-Jerusalem seien heute noch Probleme, die morgen schon gelöst werden könnten, wenn Israel dafür Sicherheiten auf einen dauerhaften Frieden erhalten würde. Er machte deutlich, dass jedoch nur eine klare Absage an den Terrorismus Organisationen wie die Hamas zum Partner für einen Frieden machen kann.

„Frieden wird zwischen Feinden geschlossen, nicht zwischen Freunden“ zitierte er Ben Gurion im Hinblick auf die manchmal aussichtslos scheinende Situation.

Abschließende dankte er dem BAK SHALOM für die Gelegenheit, auch einmal vor Mitgliedern der LINKEN über Möglichkeiten eines Friedens zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde zu sprechen.

Wir danken jedoch im besonderem ihm für die außerordentlich spannende Diskussion und seine persönlichen Eindrücke vom Leben eines arabischen Israelis und seine Sicht auf den Konflikt. Auf die Frage eines anwesenden israelischen Journalisten, ob er in die Politik gehen wolle, sagte Wattad: „Die Politik ist ein schmutziges Geschäft. Das ist nichts für mich.“. Dennoch wolle er auch weiterhin eine politische Stimme im Friedensprozess sein.

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