Kein Interview mit der Zeitung “junge Welt”

By Henning • Jul 18th, 2008 • Category: Presseerklärungen

Knut Mellenthin (”Journalist, Autor und Redakteur”) schreibt nicht nur über den “vierten Weltkrieg” und die damit verbundene “US-Strategie […] sowie zu den Konfliktpunkten Afghanistan, Irak, Iran und Naher Osten (Israel-Palästina-Libanon)” oder aber die über die “Hisbollah - Die neuen Helden der arabischen Welt”. Nein, Herr Mellenthin schreibt auch über den BAK-Shalom. In diesem Zuge wurden wir zum wiederholten Mal mit Suggestivfragen, falschen Behauptungen und entkontextualisierten Aussagen konfrontiert.
Im Folgenden zitieren wir kurz die Antwort, die wir an den jW-Autor geschickt haben und in der wir darlegen, warum wir nicht für ein Interview mit einem Blatt bereitstehen, das uns als Rassisten diffamiert und insgesamt einen regressiven, antiemanzipatorischen Kurs fährt.

Sehr geehrter Herr Mellenthin,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich der BAK Shalom schon bei der letzten Interviewanfrage der „Jungen Welt“ entschlossen hatte, der „Jungen Welt“ keinerlei Interviews, Auskünfte o. ä. zu geben.

Wir möchte Ihnen diese Entscheidung gerne begründen:

In der Vergangenheit hat die „Junge Welt“ immer wieder bewiesen, dass sie an keiner konstruktiven Berichterstattung (nicht nur) über uns interessiert ist. Äußerungen von Herrn Pirker zum BAK Shalom in einem Artikel vom 24.05.2008 („Der Schwarze Kanal: Rassisten“) sowie die fortwährende relativierende Berichterstattung über den Diktator Robert Mugabe, der die Bevölkerung Simbabwes seit Jahren brutal behandelt und von der „Junge Welt“ als Opfer „imperialistischen Einflüsterungen“ (28.06.20008, Der Schwarze Kanal: Verratener Botschafter) dargestellt wird und vor allem die gnadenlos antiisraelische “Berichterstattung” aus dem Nahen Osten, die mit Unterstützung islamistischer Terrororganisationen einhergeht, sind nur drei von vielen Beispielen, die diese Entscheidung begründen.

Trotzdem möchten wir an dieser Stelle betonen, dass der von Ihnen angesprochene (übrigens nicht-öffentliche) Brief an den Genossen Gregor Gysi missverständlich formuliert wurde. Vielmehr sollte damit ausgedrückt werden, dass wir es sehr bedauern und kritisieren, dass vom Referenten der Veranstaltung (Norman Paech) die antisemitischen Äußerungen der weiteren Teilnehmer der Veranstaltung in keiner Weise kritisiert oder unterbunden wurden. Wir haben zu keiner Zeit behauptet oder behaupten wollen, dass Herr Paech ein Antisemit sei, dies haben wir Herrn Paech in einem Brief am 10. Juni 2008 auch noch einmal mitgeteilt sowie in öffentlichen Stellungnahmen festgehalten. An der Aussage, dass Herr Paech antizionistische Aussagen auf der Veranstaltung getätigt hat, halten wir aber weiterhin fest.

Mit freundlichen Grüßen,
BAK Shalom

Warum gibt es eigentlich bisher noch keinen jungeWelt-Watch-Blog, der ähnlich wie der BILDblog, Unwahrheiten, ideologische Schablonen und rückschrittliche Denkmuster der junge Welt dokumentiert!? Wahrscheinlich, weil die Zeitung zu unwichtig ist. Und das soll sie auch bitte schön bleiben.

PS: Herr Paech hat sich übrigens auch wieder über uns beschwert und uns die “Boygroup des Henryk M. Broder” nennt. Diesmal in seinem Newsletter. Eine böse Antwort darauf gibt es auch schon. Aber nicht von der “Boygroup” (in der übrigens keinesfalls nur Boys aktiv sind), sondern von Broder auf der Achse des Guten.

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