Gedenkzeremonie für die israelischen Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev

By Henning • Jul 17th, 2008 • Category: Termine

Wir würden gerne über erfreulicheres Berichten, als den Ausgang der Entführung von Ehud Goldwasser und Eldad Regev, über deren zweiten Jahrestag wir noch kürzlich berichteten.

In Berlin gibt es nun Sonntag eine Gedenkzeremonie für die israelischen Soldaten Eldad Regev und Ehud Goldwasser, zu der wir hiermit aufrufen möchten:

am Sonntag, 20. Juli 2008 um 15:00 Uhr
am Mahnmal der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
in der Fasanenstraße 79, 10623 Berlin-Charlottenburg,

in Anwesenheit des Gesandten des Staates Israel, Ilan Mor. Rabbiner Ehrenberg wird das Kaddisch sprechen.
Es werden Kondolenzbücher ausliegen, die den Hinterbliebenen überreicht werden.

Wir gedenken der beiden von Antisemiten ermordeten Israelis Ehud Goldwasser und Eldad Regev

Am 16.Juli 2008 wurden im Rahmen eines “Gefangenaustauschs“ die sterblichen Überreste der beiden israelischen Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev dem internationalen Roten Kreuz übergeben. Im Gegenzug übergab Israel der Hisbollah fünf rechtskräftig verurteilte Terroristen. Neben den fünf libanesischen Verbrechern, wurden der Hisbollah auch 199 Leichen palästinensischer und libanesischer Terroristen übergeben.
Einer der fünf von Israel begnadigten Häftlinge war Samir Kuntar, der 1979 willkürlich fünf Israelis ermordete und dafür zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Er erschoss unter Anderem einen israelischen Familienvater vor den Augen seiner vierjährigen Tochter, bevor er dieser mit dem Gewehrkolben den Schädel zerschmetterte, bis auch sie starb. Er führte damals ein PFLP-Terrorkommando an. Seine Gesinnungsgenossen, die die Vorläufer der islamistischen Hisbollah waren und er wollten mit diesen brutalen Morden gegen die Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen Israel und Ägypten protestieren.
Bis zuletzt hatten die Angehörigen von Ehud Goldwasser und Eldad Regev und viele andere Israelis die Hoffung nicht aufgegeben, dass die beiden Entführten noch am Leben seien. Die Hisbollah hatte dies, vor Allem während des Libanonkrieges, immer behauptet. Erst wenige Minuten vor dem “Gefangenenaustausch“ gab ein Hisbollah-Vertreter offiziell vor internationalen Kameras den Tod der beiden israelischen Soldaten bekannt, in dem er gutgelaunt verlautbarte: “Na dann gucken wir uns die Soldaten doch mal an“. Im nächsten Moment wurden zwei Holzkisten aus einem Auto ausgeladen, in denen sich die sterblichen Überreste Goldwassers und Regevs befanden – eine israelische Obduktion hatte dies später bestätigt.
Schon vor der Übergabe der Terroristen hielt die Hisbollah im libanesischen Grenzort Nakura eine Parade ab, in deren Verlauf es zum dutzendfachen Zeigen des Hitlergrußes durch die Hisbollah-Kämpfer kam. Die fünf von Israel freigelassen libanesischen Häftlinge sind dann am Abend in der Hauptstadt Beirut mit einem offiziellen Empfang begrüßt worden. “Eure Rückkehr ist ein neuer Sieg“, sagte Libanons Staatschef Michel Suleiman am Mittwochabend bei der Ankunft der Freigelassenen am Beiruter Flughafen. Weiter nannte er sie “befreite Helden” und erklärte: “Ich sage zu Samir Kantar und seinen vier Mitkämpfern, dass sie stolz sein können auf ihr Land, ihre Armee und ihren Widerstand.“ An der Zeremonie nahmen auch Regierungschef Fuad Siniora und weitere ranghohe libanesische Politiker und Generäle der Armee teil. Anschließend empfing Hisbollah-Anführer Scheich Hassan Nasrallah die Terroristen vor zehntausenden Menschen aller politischen Lager in der Innenstadt von Beirut. Samir Kuntar verkündete dort vor den jubelnden Massen: “Ich bereue nichts!“.
Vor den Häusern der Familien Regev und Goldwasser zündeten viele Israelis Kerzen an. Mehrere Familienangehörige brachen nach Bekannt werden der Nachricht vor Trauer zusammen. Im Laufe des Tages wurden die Familien durch Vertreter_innen der israelischen Regierung besucht.
Im Beisein des israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak und hunderten weiteren Israelis wurden die sterblichen Überreste Ehud Goldwassers und Eldad Regevs am 17.Juli 2008 in Nahariya und Haifa beigesetzt.
Der Bundesarbeitskreis Shalom der Linksjugend [’solid] richtet den Angehörigen von Ehud Goldwasser und Eldad Regev und der israelischen Bevölkerung sein tiefstes Beileid aus. Sie beide werden nicht in Vergessenheit geraten.

(BAK Shalom im Juli 2008)

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