Israelsolidarische Politik in Linkspartei-Nähe?!
By Henning • Jun 5th, 2008 • Category: PresseerklärungenDie Positionen des BAK Shalom sind umstritten und werden heiß diskutiert. Sowohl im Jugendverband Linksjugend ['solid], in der Partei “Die Linke.” als auch in Presse und Öffentlichkeit. Nach zahlreichen Beiträge von taz über Konkret und Tagesspiegel bis hin zum Flagschiff des israelischen Journalismus, der HaAretz über den BAK Shalom widmete sich nun die Diskussionsseite der Jungle World dem Thema und fragte: Lohnt sich ein israelsolidarisches Engagement im Umfeld der Linkspartei. Neben Jan Gerber (Kontra), vertrat unser Gründungsmitglied Sebastian Voigt die Pro-Position:
- Sich jetzt endlich einmischen. Nur in der Linkspartei findet derzeit eine öffentlich wahrnehmbare Diskussion über das Verhältnis zu Israel statt. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für israelsolidarische Interventionen. Sebastian Voigt in: Jungle World Nr. 23 vom 5. Juni 2008
Ein offener Brief, in dem antiisraelische Positionen kritisiert wurden, war im Sommer 2006 der Auftakt einer Entwicklung, die deutlich machte, dass es nicht wenige Mitglieder in der Linkspartei gibt, die gegen die Unterstützung antisemitischer Mörderbanden und für eine Solidarität mit Israel eintreten. Die Gründung des BAK Shalom stellt den Versuch dar, der Debatte einen institutionellen Rahmen zu geben, um sie dadurch zu forcieren. Die bisherige Resonanz ist immens. Das zeigt nicht nur das Presseecho, sondern das zeigen auch die vielen Solidarisierungen, in denen häufig Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht wird, dass sich ein Arbeitskreis formierte, der sich programmatisch gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus richtet und dazu noch der größte und aktivste der Linksjugend ist.
- Austreten, aber schnell! Die Partei »Die Linke« kann kein Partner für eine konsequente Solidarität mit Israel sein, sondern nur Gegenstand der Kritik. Jan Gerber in: Jungle World Nr. 23 vom 5. Juni 2008
Anders als vom BAK Shalom angedeutet, sind der regressive Antikapitalismus, die Begeisterung für einen nationalen Sozialismus und die Sehnsucht nach der Stallwärme des Kollektivs nicht das Verpackungsmaterial einer ansonsten duften Truppe. Sie sind vielmehr das Fundament des Projekts »Die Linke«. Insofern wäre die Parole »Hamas raus aus den Köpfen«, die die Vorgängermannschaft des BAK Shalom vor anderthalb Jahren ausgab, um ein Motto zu ergänzen: »Freunde Israels, zerreißt euer Parteibuch!«
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